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ADAC warnt: Auto bloß nicht mit Salatöl oder Heizöl tanken! Das sind die Gefahren

Teure Spritpreise

ADAC warnt vor Verzweiflungstat: Salatöl und Heizöl gehören nicht in den Tank!

Salatöl hat im Autotank nichts verloren, warnt der ADAC.
Salatöl hat im Autotank nichts verloren, warnt der ADAC.
iStockphoto

Die immer weiter steigenden Kosten für Diesel und Benzin veranlassen manche Autofahrer scheinbar zu Verzweiflungstaten. Denn der ADAC warnt jetzt davor, das eigene Auto mit günstigerem Salatöl oder Heizöl zu betanken. Wir erklären die Gefahren.

Salatöl schadet dem Motor dauerhaft

Wer Salatöl tankt, spare ganz klar am falschen Ende, schreiben die Experten vom ADAC in einer Mitteilung. Mit 1,50 Euro bis 1,80 Euro ist beispielsweise Rapsöl aktuell zwar deutlich preiswerter als Diesel oder Benzin an der Zapfsäule – die Schäden, die das Pflanzenöl aber im Motor hinterlasse, verursachen deutlich mehr Kosten. Auch Heizöl ist ein Schnäppchen im Vergleich: 1,46 Euro kostet der Liter aktuell (Stand 8.3.2022).

„Das größte Problem ist der deutliche Viskositätsunterschied im Vergleich zu herkömmlichem Diesel. Pflanzenöle führen zu Startschwierigkeiten und wirken sich negativ auf Leistung und Lebensdauer des Motors aus“, schreiben die Fachleute des Automobilclubs. Das sorge für eine verminderte Motorleistung und langfristige Schäden am Kraftstoffsystem.

Wichtig zu wissen: Automobilhersteller geben keine Freigabe für Pflanzenöle im Tank.

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Heizöl tanken ist verboten

Herkömmliches Heizöl als Diesel-Ersatz ist laut ADAC „gesetzlich verboten“ und „technisch problematisch“. Durch Heizöl im Tank steige der Ruß-Ausstoß und die Leistung des Motors werde dauerhaft gemindert.

Auch wird Heizöl anders besteuert als herkömmlicher Kraftstoff. Daher ist es gesetzlich verboten, Heizöl zu tanken. (lra)

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