Rechtsanwalt schätzt ein

Fitnessstudio nur noch mit 2G+: Kann ich jetzt meinen Vertrag pausieren?

In NRW gilt jetzt eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Geboosterte im Fitnessstudio.
In NRW gilt jetzt eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Geboosterte im Fitnessstudio.
© dpa, Roberto Pfeil, rp kde

30. Dezember 2021 - 9:06 Uhr

Neue Testpflicht für Fitnessstudios

Seit Dienstag gelten in vielen Bundesländern wieder strengere Corona-Regeln. Eine davon ist eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Geboosterte vor einem Besuch im Fitnessstudio – und das vor dem traditionell vollsten Monat Januar. Wir haben Rechtsanwalt Henning Linnenberg gefragt, welche Rechte Sie jetzt bezüglich Ihres Vertrags haben.

Zusätzliche Hürde ist kein eindeutiger Kündigungsgrund

Für viele Fitnessstudio-Gänger bedeutet das dann: Vor jedem einzelnen Besuch müssen sie einen Schnelltest machen und ein negatives Ergebnis vorweisen. Doch reicht diese Regelung aus, um einen Vertrag wegen des zusätzlichen Aufwandes zu pausieren?

"Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Die zusätzliche Erfordernis eines aktuellen negativen Tests ist zwar eine zusätzliche Hürde. Der Besuch des Fitnessstudios bleibt aber für Geimpfte und Genesene grundsätzlich weiterhin möglich", erklärt Rechtsanwalt Henning Linnenberg gegenüber RTL.

Hinzu kommt eine rechtliche Hürde: "Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Vertragsanpassung sind zudem recht hoch, sodass meines Erachtens hinsichtlich eines Aussetzens oder gar einer Kündigung des Vertrages Zurückhaltung geboten sein dürfte", so der Rechtsanwalt weiter. Außerdem seien diese Regelungen noch so neu, dass es noch keine wegweisenden Entscheidungen von Gerichten gebe.

Fitnessstudio-Gängern rät der Anwalt: "Daher empfiehlt es sich regelmäßig, mit dem Fitnessstudio über die Situation zu sprechen und gemeinsam eine vernünftige Lösung zu finden." (lra)