Erst Hitze, jetzt Blitze?Unwetter-Nacht mit Starkregen und Hagel – danach droht schon die nächste Hitzewelle

Ein Blitz leuchtet über einer Landschaft auf. (zu dpa: «Zwei deutsche Touristen in Tschechien von Blitz getroffen») +++ dpa-Bildfunk +++
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern mit Überschwemmungsgefahr – und zum Wochenende könnte die Hitze schon wieder deutlich zulegen. (Symbolbild)
picture alliance/dpa / Patrick Pleul
von Martina Lewinski

Deutschland steht vor einer turbulenten Wetterphase.
Eine Luftmassengrenze teilt das Land in schwül-heiße und kühlere Luft – mit teils heftigen Folgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Lokal sind Überschwemmungen und Sturzfluten möglich.

Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen

Verantwortlich für die angespannte Wetterlage ist eine Luftmassengrenze, die sich quer über die Mitte Deutschlands zieht. Sie trennt schwül-heiße Subtropenluft im Südosten von deutlich kühlerer Meeresluft im Nordwesten.

Mit dem Herannahen einer Kaltfront verschärft sich die Situation in der Nacht zum Mittwoch deutlich. Vor allem vom Alpenrand bis in die östlichen Mittelgebirge können sich einzelne Gewitter zu größeren Gewittersystemen zusammenschließen.

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Bereits am Dienstagabend bilden sich vor allem in der Südosthälfte erste kräftige Gewitter. In der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochvormittag verschärft sich die Lage weiter. Dabei drohen heftiger Starkregen mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden, örtlich sind sogar bis zu 80 Liter möglich. Dazu kommen Hagel und schwere Sturmböen.
Besonders kritisch sehen die Meteorologen den Starkregen.

Solche Niederschlagsmengen können innerhalb kürzester Zeit Straßen überfluten, Keller volllaufen lassen und kleine Bäche sowie Flüsse anschwellen lassen. Regional besteht zudem die Gefahr von Sturzfluten und Erdrutschen.

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Hier bleibt die Unwettergefahr besonders hoch

Am Mittwoch ziehen die Gewitter zwar langsam ostwärts, doch ganz entspannt wird die Lage noch nicht. Vor allem vom Alpenrand über Teile Bayerns bis Richtung Sachsen sowie an Oder und Neiße kann es weiterhin kräftig regnen und gewittern. Erst im Tagesverlauf dürfte die Unwettergefahr allmählich nachlassen.

Kommt danach schon die nächste Hitzewelle?

Die ruhigere Wetterphase dürfte allerdings nicht lange anhalten. Schon zum Wochenende steigen die Temperaturen wieder spürbar an. Im Südwesten sind zunächst 30 bis 33 Grad möglich, auch im Norden wird es nach und nach wieder sommerlich warm.
Wie heiß es in der kommenden Woche tatsächlich wird, lässt sich derzeit noch nicht sicher vorhersagen.

Einige Wetterprognosen sehen regional sogar Temperaturen von über 40 Grad, andere fallen deutlich zurückhaltender aus und erwarten Spitzenwerte von bis zu 37 Grad.

Klar ist: Die Entwicklung bleibt unsicher. Sollte sich erneut ein sogenannter Hitzedom über Mitteleuropa bilden, könnte sich die heiße Luft über mehrere Tage festsetzen. Dann würden Tiefdruckgebiete mit kühlerer Luft kaum noch durchkommen – und die Temperaturen könnten weiter steigen.

Verwendete Quelle: t-online, eigene RTL-Recherche, DWD