Der Sommer naht und was gibt es besseres, als die Hitze des Hochsommers im eigenen Pool zu genießen? Eine kleine Oase im eigenen Garten und die perfekte Spielwiese für Kinder, ein eigener Pool hat viele Vorteile, doch bedeutet ein Pool meist auch hohe Kosten. Besonders der Aufbau des Pools kann sehr teuer werden, wenn dieser von einer Firma übernommen wird. Mit etwas handwerklichem Geschick und der passenden Anleitung kann jeder seinen Pool selbst einbauen und damit den Traum vom eigenen Pool auch mit einem kleineren Budget möglich machen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir wie der Aufbau des Pools funktioniert und worauf du dabei achten solltest.
Es kommt auf die Art des Pools an!

Die kleinen Pools können auf einer freien und ebenen Rasenfläche aufgebaut werden. Diese sollte zuvor nur von Steinen und anderen störenden Gegenständen befreit werden. Die meisten Modelle, die von Privatpersonen gekauft werden, sind die Pools mit einer dünnen Stahlwand, sie sind die Klassiker unter den Garten-Pools.
Ebenfalls sehr beliebt sind die vorgefertigten GFK-Becken, diese werden in der Regel vollständig in der Erde versenkt und haben eine hochwertigere Optik als die klassischen Modelle mit den dünnen Stahlwänden. Preislich gesehen sind diese Modelle allerdings auch um einiges teurer.
Die letzten beiden Varianten bei den Pools sind sich sehr ähnlich, deshalb werden diese auch beim Einbauen meist zusammen aufgeführt. Diese beiden Arten sind, der gemauerte Pool und der betonierte Pool. Diese Varianten sind meist nicht für Anfänger geeignet und der Bau sollte von einem Profi überwacht werden. Dennoch ist diese Art ebenfalls beliebt, da es sich hierbei um die individuellste Methode einen Pool zu bauen handelt. Größe, Form und Design kann hierbei selbst gewählt werden.
So werden die verschieden Modelle eingebaut

Bei den großen Modellen, wird empfohlen diese im Erdreich zu versenken, hierfür muss vor dem Aufbau die entsprechende Fläche markiert werden und ein Loch muss gegraben werden. Bei dem Erdloch muss der Boden frei von Steine und Wurzeln sein, zudem muss der Boden möglich grade sein, damit der Pool eben steht und nicht instabil werden kann, viele Hersteller empfehlen eine Betonplatte, als ebenen Boden für den Pool zu gießen, diese sollte circa 15 bis 20 cm dick sein, alternativ kann auch mit Sand eine ebene Fläche im Erdloch geschaffen werden. Nach dem Ausheben des Erdloches kann mit dem Aufbau des eigentlichen Pools begonnen werden.
Schritt für Schritt Aufbau des eigenen Pools
Wenn der Untergrund für den Pool vorbereitet ist können am Rand die Profilschienen verlegt werden, diese werden einfach ineinander gesteckt oder mit einem Verbindungsstück verbunden. Die schienen sollten die Form des Pools wiedergeben und sorgfältig verbunden werden. Wenn die Schienen verlegt sind, können die vorgefertigten Stahlwände in die Schienen eingefädelt werden.

Liegt das Vlies,kann die Schwimmbadfolie ausgebreitet werden. Die Folie sollte Faltenfrei in alle Ecken und Rundungen gedrückt werden, das Ende der Folie wird sorgfältig über den Rand der Poolwände gestülpt und mit den Halteschienen oder auch Klemmschienen am Rand befestigt. Alle möglichen Falten sollten nun aus der Folie ausgestrichen werden. Für einen besseren Halt kann am Rand der Beckeneinfassung nochmal mit Beton verstärkt werden, dies ist jedoch kein muss.
Der Pool steht und kann jetzt mit Wasser befühlt werden, dies sollte langsam geschehen, damit sich die Folie und die Außenwände dem Wasserdruck anpassen können. Um den Pool vor unnötigen Verschmutzungen zu schützen, sollte um den Pool eine Fläche mit Holz oder Stein ausgelegt werden.
Einbau eines gemauerten Gartenpools
Nachdem wir das Einbauen eines günstigen Stahlwandpools erklärt haben, folgt nun der kompliziertere Einbau eines gemauerten Pools. Die Vorteile eines solchen Schwimmbeckens liegen klar auf der Hand. Die Form und die Größe des Pools kann vom Nutzer selbst bestimmt werden, jedoch erfordert der Bau auch mehr Geschick und viele Helfer. Mit dieser Methode können besonders gut große Pools verwirklicht werden.
Die Vorbereitungen für den Einbau eines gemauerten Pools

Als Außenfassung eignen sich sehr gut Styroporbausteine oder Schalsteine. Bei den Schalsteinen müssen zunächst Eisenstäbe in die Bodenplatte eingefügt werden, die die Schalsteine verbinden. Diese beiden Arten von Steinen sind stabil und dennoch nicht zu schwer und können auch von Anfänger verarbeitet und Zugeschnitten werden. Die Steine werden gemauert als Außenwand entlang der Bodenplatte hochgezogen, bis der Pool die gewünschte Größe erreicht hat.
Aussparungen für den Skimmer, die Pumpe und die Filteranlagen sollten vorab bedacht werden, hierfür müssen Rohre verlegt werden, die meist aus PVC bestehen und mit den passenden Fittingen angeklebt werden. Hierbei sollte immer mit wasserdichten Materialien gearbeitet werden und sehr sorgfältig vorab ein Plan für die Leitungen und Anlagen erstellt werden. Je nach Art der Steine können diese noch mit Beton ausgegossen werden.

Der Aufbau ist danach abgeschlossen und das Wasser kann langsam in den Pool eingelassen werden, dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Funktionen der Pumpe und der anderen Anschlüsse funktionieren und kein Wasser eindringen kann. Material und Aufwand machen einen solchen Pool sehr teuer, auch wenn man das Meiste in eigener Arbeit erledigt. Dennoch lohnt sich das Ergebnis und die Pools sind viel länger Haltbar als die kleinen Fertigpools und auch länger als die Stahlwandbecken.
Die Pooltechnik
Da beim Eigenbau eines Pools besonders der Bereich der Pooltechik oft Probleme bereitet haben wird nachmals einen eigenen Abschnitt zum Einbau der Pooltechnik verfasst. Dieser ist vor allem für die selbstgebauten Pools wichtig, doch das Wissen kann auch für Besitzer von Fertigpools interessant sein. Denn nur mit der richtigen Technik bleibt die Freude am Pool lange erhalten.
Jeder Pool braucht ein gewisses Maß an Pooltechnik, diese ist je nach Größe des Pools auch unterschiedlich, so braucht in großer Pool viel aufwändigere Filteranlagen und einen leistungsfähigeren Zu- und Ablauf. Daneben werden noch ein Skimmer, eine Pumpe und verschiedene Beleuchtungen benötigt für ein sauberes Wasser und eine gute Poolatmosphäre.

Für hartnäckigen Schmutz, der sich am Boden ablagert, gibt es noch den Bodensauger und verschiedene Poolreinigungsroboter, die über die Pooloberfläche fahren und diese von Verschmutzungen befreien. Bei den kleinen Helfern sollte nicht an den kosten gespart werden, den eine gute Reinigung, durch einen Poolroboter entlastet auch die Pumpe und die Filteranlage.

Außerdem kann eine schönen Außenbeleuchtung ebenfalls für die richtige Poolstimmung sorgen, sodass gar keine Unterwasserbeleuchtung notwendig ist. Für welche Art du dich entscheidest, hängt hier von deinem persönlichen Geschmack ab und natürlich auch von den kosten, den es sollte niemals am Pool selbst gespart werden, lieber an den kleinen Dingen, wie der Beleuchtung. Um Strom zu sparen, kann auch eine Solarbetriebene Beleuchtung genutzt werden.
Poolabdeckung: Sinnvoll oder nicht?
Fazit: Zusammenfassung zum Einbau eines Pools

Das wichtigste ist vermutlich eine genaue Planung, vor Baubeginn, es sollten sich folgende Fragen gestellt werden: Wo soll der Pool hin? Verfüge ich über einen die nötigen Anschlüsse oder müssen diese erst Verlegt werden? Wie Groß soll der Pool werden? Welche Art von Pool möchte ich haben? Wie viel kann ich selber Leistung und bei welchen Aufgaben brauche ich einen Fachmann? Wie sieht es mit Sonderausstattungen aus (Abdeckung, Heizung, Licht)?
In einigen Bundesländern braucht es auch eine Bauerlaubnis für einen Pool und besonders in Gartensiedlungen gilt die Gartenverordnung und ein Pool ist da nicht immer erlaubt oder teilweise nur ein kleiner Pool, der nicht in Erdreich versenkt werden muss. Dies gilt es vor dem Bau ebenfalls zu klären und die Planung ggf. noch einmal anzupassen.