„Könnte direkt heulen” Vanessa Mai über die dunklen Seiten des Schlager-Geschäfts

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Sängerin Vanessa Mai hat nicht immer Grund, zu lächeln
picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Auf der Bühne wirkt sie wie Dauer-Sonnenschein – doch hinter der Bühne verblasst der Glanz sehr schnell! Vanessa Mai erzählt, wie hart das Schlager-Geschäft hinter der Glitzer-Fassade wirklich sein kann – und warum sie manchmal „direkt ins Klo heulen“ könnte. Im gemeinsamen Podcast „Schön laut” mit Lola Weippert gibt sie tiefe Einblicke in die Branche.

Vanessa Mai über Neid, Machtgehabe und Bösartigkeit im Schlager-Geschäft

Wenn die Kameras laufen, ist die Schlagerwelt eine einzige große Umarmung: Alle lachen, klatschen, schunkeln – eine heile Familie im Scheinwerferlicht. Doch in ihrem Podcast „Schön laut“ erzählt Vanessa Mai zusammen mit Co‑Host Lola Weippert von einer ganz anderen Realität. Sie beschreibt, wie sie in Räume kommt, in denen Kollegen ihr demonstrativ den Rücken zukehren, so tun, als sei sie Luft, obwohl sie genau wissen, dass sie da ist. Für eine sensible Künstlerin sind diese Momente kein „Star-Zoff“, sondern echte Stiche ins Herz.

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„Ich bin dann jemand, ich könnte direkt ins Klo heulen“, sagt Vanessa über solche Situationen – und meint das wörtlich: Gemeine Sprüche oder kalte Blicke wirken nach, oft Tage oder Wochen später, plötzlich beim Ausräumen der Waschmaschine. Besonders bei älteren Kollegen sieht sie ein altes Ellenbogen-Motto am Werk: „Es kann nur eine geben.“ Viele Jüngere aus der Szene erlebe sie hingegen als erstaunlich solidarisch, supportend, mit weniger Konkurrenzdenken.

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Lola Weippert bestätigt, dass der raue Ton keine Ausnahme ist. Sie erzählt von einem Dreh, bei dem ihr eine Kollegin mitten im Arbeitsalltag ohne jede Ironie an den Kopf knallte: „Du bist so bescheuert!“ – eine Szene, die zeigt, wie schnell persönliche Launen in professionelle Situationen hineinrutschen. Vanessa reagiert darauf mit klarem Bauchgefühl: Für sie gibt es kaum etwas Hässlicheres, als wenn Menschen ihre schlechte Laune auf andere stülpen und Unbeteiligte mit hineinziehen.

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Vanessa Mai hat schon in Dokus und Interviews darüber gesprochen, wie der Erfolgsdruck sie gesundheitlich zermürben konnte, wie sie sich lange wie eine „Marionette des Systems“ fühlte. Ihre aktuelle Abrechnung mit Neid, Bösartigkeit und Ausgrenzung fügt dem ein wichtiges Kapitel hinzu: Die Glitzerwelt ist oft nur eine Oberfläche. Dahinter kämpfen Künstlerinnen und Künstler mit Ängsten, Konkurrenz und der Frage, wie viel Menschlichkeit im System überhaupt Platz hat.

Verwendete Quelle: oe24, bunte