Die Schicksalsschläge des Kult-SängersHeino über den Suizid seiner Tochter: „Ich war am Boden zerstört“

Hinter der dunklen Brille verbirgt sich unermesslicher Schmerz.
Schlager-Ikone Heino blickt in der neuen Dokumentation „Heino – Karamba, Karacho, Kult!“ (auf RTL+ streamen) auf sein bewegtes Leben zurück. Ein Schicksalsschlag verfolgt ihn bis heute. Im RTL-Interview bei der Premiere spricht der Sänger offen über den Suizid seiner Tochter Petra.
„Ich war am Boden zerstört”
Im November 2003 ist Heino für Auftritte auf einer Kreuzfahrt engagiert, weit draußen auf dem Meer. Dann kommt die Nachricht, die kein Vater jemals hören will. „Während ich auf hoher See war, bekam ich die Nachricht, dass meine Tochter sich das Leben genommen hat.”
Seine uneheliche Tochter Petra, von deren Existenz er erst erfuhr, als sie sieben Jahre alt war, litt wie ihre Mutter an einer schweren psychischen Krankheit. Eigentlich will der Sänger sie sogar auf das Schiff mitnehmen, doch wegen ihres Zustands wird ihm davon abgeraten. „Das war für mich dann natürlich ein Schlag ins Kontor. Ich war am Boden zerstört.”, sagt er im RTL-Interview. Der Verlust trifft ihn mit voller Wucht, doch Heino muss funktionieren.
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Nur fünf Tage später steht er wieder auf der Bühne
Nur fünf Tage nach Petras Tod steht Heino wieder auf der Bühne. Ein Schritt, für den er damals viel Kritik einstecken muss. Für ihn eine Frage der Pflicht. „Ich bin ja engagiert worden. Ich habe ja dafür Geld bekommen, dass ich auftrete. Ich bin ja nicht da auf das Schiff gegangen und habe eine Reise gemacht und habe aus Spaß gesungen”, erklärt er. „The Show must go on und da muss man durch.” Obwohl ihm der Auftritt schwerfällt, kommt Aufgeben für den Sänger nicht infrage.
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Schmerz, Streit und ein neues Familienglück
Die Tragödie um seine Tochter ist nicht der einzige Schmerz in seinem Leben. 2023 verliert Heino seine große Liebe Hannelore nach 44 Ehejahren. „Ich denke noch jeden Tag an Hannelore”, sagt er.
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Während Heino in der Familie seines Managers Helmut Werner ein neues Zuhause und in dessen Sohn, „Enkel” Lenny ein neues Glück gefunden hat, herrscht zu seinem leiblichen Sohn Uwe Funkstille. „Seit zwei Jahren, wie meine Frau gestorben ist, da hat er mich weder am Geburtstag angerufen, noch Weihnachten angerufen, noch Silvester angerufen“, sagt er im Interview. Die Konsequenz ist knallhart: Heino hat sein Erbe bereits geregelt – und Uwe geht leer aus. „Wer sich nicht meldet und nichts für mich tut, hat auch nichts verdient“, so der 87-Jährige. Für ihn zählt jetzt nur noch die „verschworene Gemeinschaft“, die ihm täglich duech den Alltag hilft.

Die Bühne bleibt sein Halt
Bis heute hilft ihm auch die Bühne, mit Schmerz und Verlust umzugehen. „Die Musik hält mich fit. Das junge Publikum hält mich fit, und es macht mir Spaß zu singen”, meint Heino im Interview mit RTL. Trotz seines Alters steht der 87-Jährige noch immer regelmäßig vor Tausenden Fans. „Solange der liebe Gott mir meine Stimme lässt und ich das kann, werde ich singen”, sagt er. Ein Satz, der zeigt: Selbst nach den dunkelsten Momenten seines Lebens hat Heino nie aufgehört, weiterzumachen.
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Die Doku „Heino – Karamba, Karacho, Kult” taucht noch tiefer ein in Heinos bewegtes Leben. Fünf Jahre wurde die Schlagerikone dafür von VOX mit der Kamera begleitet. Die Doku-Macher waren unter anderem in New York, Paris, Mallorca, Rom, Kitzbühel, Düsseldorf, Dresden und Bad Oeynhausen unterwegs und schöpfen dabei aus einem Fundus von mehr als 100.000 exklusiven Fotos und Privatvideos. Die erste Folge ist bereits ab dem 13. März auf RTL+ verfügbar. Ab 24. März stehen auch die Folgen 2 bis 4 zum Abruf bereit.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































