„Was ist, wenn die Leute mich vergessen?‘“Johannes Oerding im erstaunlich ehrlichen „Sing meinen Song”-Interview

So einen Gastgeber hat jeder gerne: Johannes Oerding!
Zum großen Finale von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wird’s laut, emotional und ziemlich norddeutsch: Deine Cousine bringt Regen, Haltung und jede Menge Festival-Vibes nach Südafrika. Der letzte Abend der Staffel endet mit viel Herz und einem finalen „Bang Bang“. Passend zum emotionalen Staffelabschluss spricht Johannes Oerding jetzt im exklusiven RTL-Interview so offen wie selten über Einsamkeit, Verlust – und die Angst, vergessen zu werden.
Erstmals findet der Tauschabend im großen Festivalzelt statt. Zwischen Punkrock, Gänsehaut und Kneipenromantik liefern Giovanni Zarrella, Johannes Oerding, Mark Forster, Der Graf und ihre Musikerkollegen emotionale Neuinterpretationen ihrer Songs. Doch vorher sprach RTL noch einmal vor dem Staffelfinale mit dem Gastgeber, bei dem sich alle Sänger so wohlgefühlt haben, um perfekt zu performen, über seine Geheimnisse.
Johannes Oerding: „Was ist, wenn die Leute mich vergessen?“

Nach Jahren zwischen Tourbus, Hotelzimmern und TV-Shows zog der Musiker die Reißleine. Ein Sabbatjahr, zehn Monate unterwegs um die Welt – eigentlich ein Traum. Doch genau dort holte ihn plötzlich eine große Unsicherheit ein. „Am Anfang habe ich gedacht: ‚Oh Gott, oh Gott, was ist, wenn die Leute mich da draußen vergessen?‘“, erzählt Oerding überraschend ehrlich RTL. Besonders nach seinem Rückzug aus dem Rampenlicht habe ihn die Schnelllebigkeit der Branche beschäftigt: „Wenn ich so lange weg bin und keine Konzerte spiele – kommen die überhaupt noch zu mir?“ Eine Seite des erfolgreichen Sängers, die öffentlich bislang kaum sichtbar war.
„Hotel“ wurde zum Sinnbild seines Lebens
Dass sein aktuelles Album ausgerechnet „Hotel“ heißt, ist kein Zufall. Für Oerding steht der Titel sinnbildlich für sein Leben als Musiker: „Man checkt ein, man checkt aus. Man kommt an, man muss wieder los.“ Besonders eindrücklich beschreibt er die stillen Momente nach Konzerten. Während draußen noch der Applaus nachhallt, beginnt im Hotelzimmer die Einsamkeit:
„Dann geht irgendwann auch die Tür zu von deinem Zimmer und du bist alleine da.“ Gerade dort werde er melancholisch und denke am meisten nach.
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Der überraschende Grund für sein Sabbatjahr
Nach Jahren voller Routine – „Song schreiben, Album, ‚Sing meinen Song‘, Touren“ – habe er gespürt, dass er dringend Abstand brauche. Oerding zu RTL: „Ich musste mal die Handbremse ziehen und den Kopf neu formatieren.“ Eine bemerkenswert offene Aussage eines Künstlers, der nach außen oft entspannt und souverän wirkt.
Der Tod seines Vaters veränderte alles
Besonders emotional wird Oerding beim Thema Familie. 2024 verlor der Sänger seinen Vater – ein Verlust, der ihn „aus der Bahn geworfen“ habe. „Man denkt immer, man kriegt das schon hin“, sagt er. „Aber wenn es dann passiert, merkt man: Darauf kann man nicht vorbereitet werden.“ Besonders schmerzhaft sei für ihn heute, seinem Vater keine neuen Erfolge mehr erzählen zu können:
„Man würde ja immer gerne seinen Eltern sagen: ‚Guck mal, ich bin morgen bei VOX, schaltet doch mal ein.‘“
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Wann startete „Sing meinen Song 2026” bei VOX?
Warum Johannes Oerding Beziehungen nie komplett beendet
Überraschend offen spricht Oerding auch darüber, warum er selbst nach Streitigkeiten selten endgültig mit Menschen abschließt.
Oerding meint zu RTL: „Ich bin ein Freund von zweiten Chancen. Dritten Chancen. Vierten Chancen.“ Er beschreibt sich selbst sogar als „People Pleaser“ – jemand, der Harmonie sucht und Menschen glücklich machen will. Vielleicht auch deshalb halte er an alten Freundschaften und Verbindungen fest, selbst wenn sie kompliziert werden. „Ich schneide das Tischtuch nie komplett durch“, erklärt er.
Zwischen Pizza, Fußball und Bühnenleben
Und was macht einen Johannes Oerding eigentlich glücklich? Die Antwort ist erstaunlich bodenständig: ausschlafen, Sonne, Fußball schauen, Pizza essen, ein Aperol oder Bier mit Freunden – und abends eine Serie. Daher sagt er: „Ein guter Tag ist für mich einfach ein bisschen Freizeit und zu Hause sein.“ Gerade deshalb wirken seine Aussagen jetzt so besonders: Hinter dem erfolgreichen Musiker steckt offenbar ein Mensch, der trotz großer Bühnen vor allem nach Nähe, Ruhe und echten Verbindungen sucht.
„Sing meinen Song – Das Tauschkonzert” läuft seit Dienstag, 14. April 2026, um 20.15 Uhr bei VOX. „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert” ist parallel zu Ausstrahlung im VOX-Livestream auf RTL+ zu sehen. Alle Folgen von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert” sind sieben Tage nach TV-Ausstrahlung der letzten Folge kostenlos auf RTL+ abrufbar sowie seit Folge 2 jeweils ab 20.15 Uhr bereits 7 Tage vor Ausstrahlung verfügbar.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche

































