Bruder Charles Spencer enthüllt Diana wusste bei ihrer Hochzeit: Die Realität sieht ganz anders aus

Mehr Schein als Sein?
Für Millionen Menschen war die Hochzeit von Prinzessin Diana und dem heutigen König Charles III. ein Märchen. Ihr Bruder Charles Spencer zeichnet nun ein anderes Bild. In seinem neuen Buch schreibt er, dass Diana schon damals wusste, wie sehr der öffentliche Schein und ihre eigene Realität auseinanderlagen.
Prinzessin Diana: Bruder Charles Spencer enthüllt Sicht auf Hochzeit
Die Welt sah eine strahlende Braut, eine royale Traumhochzeit und den Beginn eines vermeintlichen Märchens. Doch Charles Spencer beschreibt den 29. Juli 1981 in seinem neuen Buch „Swan Song. Diana, meine Schwester“ ganz anders. In einem vorab veröffentlichten Auszug beim „stern“ erinnert sich Dianas jüngerer Bruder daran, wie sie am Arm ihres Vaters durch die St. Paul’s Cathedral schritt und vor den Augen der Welt zur Prinzessin wurde.
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„Die Menschen wünschten sich ein Märchen“, schreibt Spencer. Diana sei an diesem Morgen zur „Heldin einer globalen Wunschfantasie“ geworden. Dann folgt der Satz, der seine Sicht auf diesen Tag zusammenfasst: „Niemand außer ihr selbst wusste in diesem Moment, dass die Realität ganz anders aussah.“
Charles Spencer will „die Wahrheit über Diana“ erzählen
Mit seinem Buch, das am Dienstag erscheint, will Spencer nach eigenen Worten Dianas Geschichte aus seiner ganz persönlichen Perspektive erzählen. Sein Anliegen sei es, „die Wahrheit über Diana aus der Perspektive ihres Bruders zu erzählen“. Gerade weil bis heute so viele Geschichten, Erfindungen und Halbwahrheiten über sie kursierten, wolle er seinen eigenen Blick auf ihr Leben festhalten. „Angesichts so vieler Erfindungen und Halbwahrheiten, die im Umlauf sind, verdient sie, dass ich dafür mein Bestes gebe“, schreibt Spencer.
Dabei knüpft er auch an seine berühmte Trauerrede nach Dianas Tod 1997 an. Schon damals habe er gehofft, „Menschen mit Einfluss“ dazu zu bewegen, ihre Söhne William und Harry vor den dunklen Seiten dieses Lebens zu schützen. „Meine Absicht bestand vor allem darin, sie vor den Torturen zu bewahren, denen Diana in ihren letzten Jahren durch die schlimmsten Sparten der Medien ausgesetzt war“, schreibt Spencer.
Für ihn ist das Buch damit offenbar mehr als nur ein persönlicher Rückblick. Es ist auch der Versuch, Dianas Geschichte aus Sicht ihrer Familie festzuhalten und zugleich daran zu erinnern, wie sehr sie unter dem öffentlichen Druck gelitten hat.

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Auch William und Harry hatte Spencer im Blick
Spencer schlägt in seinem Vorwort auch den Bogen zu seiner berühmten Trauerrede nach Dianas Tod 1997. Damals habe er gehofft, Menschen mit Einfluss dazu zu bewegen, ihre Söhne William und Harry vor den dunklen Seiten des öffentlichen Lebens zu schützen. Vor allem wollte er ihnen nach eigener Aussage jene Erfahrungen ersparen, unter denen Diana in ihren letzten Jahren gelitten habe.
Dieser Schutzgedanke zieht sich offenbar auch durch das neue Buch. Spencer hatte sich nach Dianas Tod immer wieder öffentlich für seine Neffen eingesetzt und später erklärt, dass ihm besonders ihr Umgang mit der Trauer große Sorgen bereitete.


Dianas Ehe mit Charles bleibt ein zentraler Teil der Geschichte
Dass Spencer ausgerechnet mit der Hochzeit 1981 einsteigt, ist kein Zufall. Die Ehe von Diana und Charles entwickelte sich später zu einer der meistbeobachteten Beziehungen der Welt. 1992 wurde ihre Trennung bekanntgegeben, 1996 folgte die Scheidung.
Schon lange ist bekannt, dass hinter den Bildern des großen Hochzeitstages erhebliche Spannungen standen. Spencer zeichnet diese Geschichte nun aus der Sicht eines Bruders nach, der die öffentliche Inszenierung damals miterlebte, aber gleichzeitig wusste, dass seine Schwester vieles anders empfand.
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Sein neues Buch erscheint bewusst kurz vor dem 30. Todestag von Diana im kommenden Jahr. Sie starb am 31. August 1997 im Alter von 36 Jahren nach einem Autounfall in Paris. Mit „Swan Song“ will Charles Spencer deshalb offenbar nicht nur zurückblicken, sondern auch bestimmen, welches Bild von seiner Schwester bleibt.
Verwendete Quellen: stern









