Frauke trifft Bruce DarnellMit dem Tod meiner Mutter „habe ich meine Freiheit erlangt“

Bruce Darnell im Gespräch mit Frauke Ludowig
Bruce Darnell im Gespräch mit Frauke Ludowig
RTL

Bruce Darnell spricht offen über seine seelischen Wunden.
Manchmal bedeutet der Tod eines Menschen nicht nur Trauer, sondern auch das Ende eines lebenslangen Konflikts. Als Bruce Darnell per WhatsApp erfuhr, dass seine Mutter gestorben war, spürte er neben Schmerz vor allem eins: Freiheit. Zuletzt hatte er im Alter von 19 Jahren mit ihr telefoniert. Sie habe ihn und seinen Lebensweg nie wirklich akzeptiert. Jetzt erzählt Bruce Frauke von einer Mutter, mit der er sich nie versöhnen konnte, und davon, was diese Beziehung mit ihm gemacht hat.

„Ich bin nicht gut genug!”

Diesen Glaubenssatz trägt Bruce Darnell jahrzehntelang mit sich herum. Grund ist offenbar seine Mutter. „An dem Tag, als sie gestorben ist, habe ich eine Message bekommen, und ich habe irgendwie so eine Freiheit bekommen“, offenbart das Model im RTL Exclusiv-Interview mit Frauke Ludowig. Es ist ein Satz, den er uns später noch erklären wird und der überrascht – genau wie das Geständnis seiner jahrelangen Selbstzweifel.

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„Ich habe angefangen, mit 68 mich selbst zu lieben.”

Bruce Darnell ist der Einladung von Starmakler Marcel Remus nach Mallorca gefolgt. Zu dessen inzwischen traditioneller Sommerparty kommt der gebürtige US-Amerikaner seit Jahren. Dieses Mal nimmt er sich auch Zeit für ein Gespräch mit RTL-Moderatorin Frauke Ludowig. Gewohnt schick gekleidet, mit strahlendem Teint und glatter Haut sitzt er vor unserer Moderatorin und verrät zunächst, warum er so langsam zu altern scheint: „Es ist Mindset und die Power des positiven Denkens. Mir sind so viele Dinge im Leben einfach passiert.“ Dabei gesteht Bruce auch: „Ich habe angefangen, mich mit 68 Jahren selbst zu lieben. Ich bin angekommen.“ Heute ist er 69 Jahre alt. Nächstes Jahr wird er 70.

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„Ich musste mich unsichtbar machen, als uneheliches Kind.“

Aber was war passiert? „Ich war wirklich mit mir selbst und vielen Sachen nicht zufrieden. Aber das ist jetzt alles Vergangenheit.“ Und die ist wahrlich keine leichte. Um Bruce Darnells bewegende Geschichte zu verstehen, schauen wir in seine Kindheit. Als unehelicher Sohn wuchs er offenbar ohne Liebe auf. Die eigene Mutter soll ihm kaum Beachtung geschenkt haben. Seinen leiblichen Vater lernte er offenbar nie kennen. „Ich habe einen Tag auf meine Mutter gewartet und ich saß auf einer Treppe. Und ich weiß, es war ungefähr so 40 Grad heiß. Aber meine Mutter ist nicht gekommen. Ich habe gewartet und gewartet und gewartet.” Und auch der nächste Satz geht ins Mark: „Die Kindheit war unsichtbar. Ich musste mich unsichtbar machen, als uneheliches Kind.“

„Ich bin abgehauen mit 18. Ich habe sie nie wieder gesehen.”

Bruce wanderte aus und wagte in Deutschland einen Neuanfang. Fast 50 Jahre lang hat er keinen Kontakt zu seiner Mutter, läuft für Designer wie Kenzo und Hermès in Paris, Mailand und Tokio. Dann wird er Laufstegtrainer und spätestens als Catwalk-Coach in Heidi Klums TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ zur Legende. Ob seine Mutter seine Karriere aus der Ferne beobachtet hat? „Ich kann’s wirklich nicht sagen. Ich vermute, dass sie es schon alles mitgekriegt hat. Aber die Entfernung, die war so weit auseinander. Es gab keine Möglichkeit, noch mal zusammenzukommen.“ Zu tief sind die Narben aus der Kindheit. Aber: Der Entertainer schöpft heute ausgerechnet aus seiner Vergangenheit Kraft.

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„Es hatte nie irgendetwas mit Hass zu tun.”

„Meine Mutter ist vor eineinhalb, zwei Jahren gestorben. Und es ist auch sehr interessant: An dem Tag, als sie gestorben ist, habe ich eine Message bekommen und ich habe irgendwie so eine Freiheit bekommen. Und es ist auch so schön, diese ganze Geschichte mit meiner Mutter, die Vergangenheit. Es hatte nie irgendetwas mit Hass zu tun. Gar nichts.“ Heute hat Bruce mit seiner Vergangenheit abgeschlossen, sagt er. „Ich bin zu einem Punkt gekommen, wo ich gesagt habe: ‚Schluss damit!‘, zu denken: ‚Ich bin nicht gut genug.‘ Ich bin so, wie ich bin. Ich bin ein guter Mensch. Ich versuche, ein guter Mensch zu sein. Das, was ich mache, mache ich aus Leidenschaft. Ich fühle mich einfach bestätigt. Ich fühle mich einfach geliebt. Dann bist du angekommen.“ Das sei zwar ein lebenslanger Prozess, sagt Bruce, doch mit Blick auf seinen bevorstehenden 70. Geburtstag fühle er sich nicht nur „fit wie ein Turnschuh“, sondern vor allem mit sich im Reinen.

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Sendung vom 07.08.2026
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Es ist sein ganz persönliches Happy End mit Ende 60. Bruce Darnell hat seine Selbstzweifel abgelegt, ist so glücklich und zufrieden wie nie und bereit, seine Mutmach-Geschichte mit der Welt zu teilen.

Verwendete Quelle: RTL Exclusiv