Gabrielle Henry erlitt HorrorMiss Jamaica stürzt von Bühne – jetzt verklagt sie die Veranstalter wegen Hirnschäden

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Gabrielle Henry am Tag des Unglücks: Am 19. November 2025 in Bangkok.
picture alliance / Sipa USA | Teera Noisakran
von Camilla Koziol

Aus einem großen Traum wird für Gabrielle Henry ein Albtraum.
Bei der Miss-Universe-Wahl 2025 stürzt Miss Jamaica durch eine Öffnung in der Bühne und erleidet schwere Verletzungen. Fast ein Jahr später zieht die Ärztin vor Gericht und sagt, der Unfall habe ihr Leben dauerhaft verändert.

Besagte Bühenstelle nicht abgesperrt oder markiert?

Eigentlich soll Gabrielle Henry an diesem 19. November 2025 auf der Bühne in Thailand um die Miss-Universe-Krone kämpfen. Doch während der Vorrunde passiert das Unglück. Die damals 28-Jährige stürzt rund eineinhalb Meter tief durch eine Öffnung im Bühnenbereich. Nach Darstellung ihrer Klage war diese weder abgesperrt noch ausreichend markiert. Darunter sollen sich unter anderem Beton und Beleuchtungstechnik befunden haben.

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Henry verliert nach eigenen Angaben beim Aufprall das Bewusstsein. Erst später kommt sie wieder zu sich. Im Interview mit „Good Morning America“ erinnert sie sich daran, ihre besorgte Mutter über sich gesehen zu haben. Kurz darauf sei sie erneut bewusstlos geworden.

Miss Jamaica erleidet schwere Hirnverletzungen

Die Folgen des Sturzes sind dramatisch. Laut Klageschrift erleidet Gabrielle Henry unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma mit mehreren Hirnblutungen. Hinzu kommen eine Fraktur und Verletzungen im Gesicht. Vom 19. November bis zum 10. Dezember liegt sie demnach in einem Krankenhaus in Bangkok.

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Doch mit der Entlassung ist ihre Leidensgeschichte nicht vorbei. Henry berichtet von anhaltenden neurologischen und kognitiven Beschwerden sowie starken Schmerzen. Auch ihre berufliche Zukunft gerät ins Wanken. Die Medizinerin befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls in ihrer Facharztausbildung im Bereich Augenheilkunde. Nach dem Sturz konnte sie diese laut Klage zunächst nicht fortsetzen.

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Gabrielle Henry erhebt schwere Vorwürfe

Am 21. September 2026 reicht Henry beim Superior Court im US-Bundesstaat Delaware Klage gegen die Miss Universe Organization sowie zwei verbundene Unternehmen ein. Unter anderem wirft sie den Beklagten Fahrlässigkeit vor. Sie verlangt Schadenersatz, etwa für medizinische Behandlung, mögliche Verdienstausfälle und entgangene berufliche Chancen.
Miss Jamaica betont, sie habe sich auf der Bühne an die zuvor einstudierte Choreografie gehalten. Zudem soll grelles Licht ihre Sicht beeinträchtigt haben. Sie ist überzeugt, dass der Sturz durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen hätte verhindert werden können.

Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich geklärt

Miss Universe weist Verantwortung für Bühne von sich

Die Miss Universe Organization erklärt in Medien, die Klage noch nicht erhalten zu haben und deshalb nicht zu den konkreten Vorwürfen Stellung nehmen zu können. Für Veranstaltungsort, Bühne und Sicherheitsmaßnahmen vor Ort seien nach ihrer Darstellung die lokalen Produktionspartner verantwortlich gewesen. Die Organisation erklärt außerdem, Henrys Krankenhauskosten in Thailand sowie spätere Behandlungen in Jamaika bezahlt zu haben.

Henry sagt dagegen, nach ihrer Rückkehr nach Jamaika nur noch wenig Rückmeldung zur Übernahme ihrer weiterhin anfallenden medizinischen Kosten erhalten zu haben. Nun soll ein Gericht klären, wer für den folgenschweren Sturz Verantwortung trägt.

Verwendete Quellen: New York Post, Jamaica Gleaner, TVC News