Suizidgedanken, Alkohol, FamilienkriseBrad Pitt spricht offen wie nie über die dunkelste Phase seines Lebens – und wie er wieder herausfand

Brad Pitt spricht so offen wie selten über eine der schwierigsten Phasen seines Lebens.
Der Hollywoodstar erzählt von Suizidgedanken, seinem früheren Alkoholkonsum und familiären Problemen – und verrät, was ihn in seiner dunkelsten Stunde auffing.
Schonungslos offen wie nie
„Dieser Scheiß ist nicht einfach.“ Brad Pitt macht keinen Versuch, die schwierigsten Jahre seines Lebens schönzureden. Im Interview mit dem US-Magazin „Esquire“ gewährt der Hollywoodstar ungewöhnlich persönliche Einblicke. Dabei spricht er auch darüber, dass er für eine kurze Zeit Suizidgedanken hatte.
Lese-Tipp: Brad Pitt zofft sich an Film-Set mit Mega-Star
Brad Pitt spricht über Suizidgedanken
„Ich war nie suizidal, außer in einer kleinen Phase“, erzählt der Schauspieler im „Esquire“-Interview. Konkret gehandelt habe er damals nicht. Stattdessen sei etwas anderes in ihm erwacht. „Ich glaube auch, dass wir unglaubliche Überlebensinstinkte haben. Und bei mir hat der sofort eingesetzt.“
Was genau hinter seiner damaligen Krise steckte, möchte der Schauspieler nicht weiter ausführen. Als der Reporter nachhakt, ob sein Schmerz mit seinen Kindern zusammenhing, antwortet Pitt lediglich: „Familienangelegenheiten. Dabei können wir es belassen.“
Dabei ist dem Hollywoodstar offenbar durchaus bewusst, wie privilegiert sein Leben trotz aller Probleme ist. Er beschreibt sich selbst als einen Mann, der „im Lotto gewonnen“ habe. Trotzdem seien solche schwierigen Phasen nicht einfach.
Lese-Tipp: Zwei weitere Kinder von Brad Pitt wollen seinen Namen loswerden
Sieben Jahre lang trank Brad Pitt keinen Alkohol
Auch über seinen Umgang mit Alkohol spricht Brad Pitt offen. Sieben Jahre lang habe er komplett darauf verzichtet. Inzwischen trinke er wieder, allerdings deutlich kontrollierter. Ein paar Gläser Wein seien für ihn möglich. Größere Mengen dagegen nicht. „Ich muss professionell damit umgehen“, erklärt der Schauspieler.
Pitt hatte das Trinken nach einem mutmaßlichen Vorfall in einem Privatjet im Jahr 2016 aufgegeben. Der Streit spielte auch beim Ende seiner Ehe mit Angelina Jolie eine Rolle. Jolie warf Pitt später in Gerichtsdokumenten vor, sie und eines ihrer sechs gemeinsamen Kinder körperlich verletzt zu haben.
Lese-Tipp: „Ich war am Boden!” Brad Pitt gesteht Alkoholprobleme
VIDEO-TIPP: Maddox streicht das „Pitt” aus seinem Namen
Bereits 2019 hatte Pitt in der „New York Times“ öffentlich gemacht, dass er nüchtern lebte und ein Zwölf-Schritte-Programm besuchte. Später erzählte er im Podcast „Armchair Expert“, wie wichtig ihm der Austausch bei den Anonymen Alkoholikern geworden sei. Die Offenheit der anderen Teilnehmer habe ihm geholfen, selbst über seine Probleme zu sprechen.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Brad Pitt suchte nach einem „Neustart“
Die Zeit habe ihn offenbar an einen Punkt gebracht, an dem sich etwas ändern musste. „Ich brauchte einen Neustart“, erinnerte sich Pitt im Podcast. Ausgerechnet die zunächst ungewohnte Offenheit innerhalb der Gruppe wurde für ihn dabei zu einer wichtigen Erfahrung. Schließlich habe er die Treffen sogar „wirklich lieben gelernt“.
Heute blickt Brad Pitt mit Abstand auf diese schwierige Phase zurück. Seine Worte zeigen aber auch, wie tief die Krise damals ging und wie sehr er sein Leben anschließend verändern musste.
Verwendete Quellen: SpotOn
































