Comeback für Estland mit viel Gefühl„Too Epic To Be True” – Vanilla Ninja feiern beim ESC das Glück

Vanilla Ninja sind 21 Jahre nach ihrem ersten ESC-Auftritt zurück!
Vanilla Ninja sind 21 Jahre nach ihrem ersten ESC-Auftritt zurück!
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Ein Kreis schließt sich.
Vanilla Ninja haben 2005 bereits die Schweiz beim ESC vertreten. In diesem Jahr treten sie für ihre Heimat Estland an und zeigen mit „Too Epic To Be True“, wie sehr ihr Leben heute ihre Musik prägt. Warum ihre Familien für die Band alles verändert haben, verraten Lenna, Piret und Kerli von Vanilla Ninja im RTL.de-Interview.

ESC-Song „Too Epic To Be True“: Die kleinen Momente zählen

Anfang des Jahrtausends ist da plötzlich eine Girlband in den Charts, die aus einem kleinen Land irgendwo im Norden kommt: Estland. Mit „Tough Enough” und „When The Indias Cry” stürmen sie die Hitlisten. Ihr Sound: eher rockig als poppig. Touren führen sie nicht nur durch Deutschland, sondern auch bis nach Asien. Einer der Höhepunkte ihrer Karriere: 2005 starten sie mit „Cool Vibes” für die Schweiz beim Eurovision Song Contest und holen einen 8. Platz.

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Jetzt, 21 Jahre, viele Alben und Soloprojekte später, sind Vanilla Ninja in leicht veränderter Besetzung zurück! Mit „Too Epic To Be True” („Zu episch, um wahr zu sein”) vertreten sie ihre Heimat Estland beim ESC in Wien. Ein Kreis schließt sich, sagen sie. Nach Jahren im Musikgeschäft setzen sie mit ihrem Song auf eine klare Botschaft. Es geht nicht um große Siege oder Erfolge, „die von außen betrachtet beeindruckend wirken“. Viel wichtiger seien die kleinen Augenblicke im Alltag, die wir oft übersehen.

Warum ihre Familien alles für Vanilla Ninja verändert haben

Der Song sei bewusst positiv gehalten. Die Band sagt selbst, er habe „eine sehr positive Stimmung, ein gutes Gefühl“. Gerade jetzt brauche es mehr davon, weil „das Leben im Moment nicht nur in schönen Farben ist“. Genau deshalb wollen sie Hoffnung transportieren. Vor 20 Jahren hätte es diesen Song so nicht gegeben. Das stellen Vanilla Ninja ganz klar. „Wir hätten damals keinen so positiven Song haben können“, erklären sie.

Heute ist ihr Leben ein anderes. Alle haben Familien, feste Beziehungen und Kinder. Das prägt auch ihre Musik. Statt Herzschmerz steht nun glückliche Liebe im Mittelpunkt. „Die meisten Liebeslieder sind aus irgendeinem Grund traurig“, sagen sie – und genau das wollten sie ändern. Auch das Muttersein spielt eine große Rolle. Es habe sie „gestärkt“, bringe aber auch Herausforderungen mit sich, besonders wenn man Karriere und Familie gleichzeitig stemmen muss.

„Jeden Tag, wenn ich mein Baby mich anlächeln sehe, denke ich mir: Das ist ein guter Tag”, sagt Lenna über das für sie größte Glück. Und Piret und Kerli stimmen ihr da zu.

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Deutschland bleibt für Vanilla Ninja ein Herzensort

Nach ihrem Comeback-Album „Encore“ aus dem Jahr 2021 sucht die Band bewusst den Weg zurück zum Anfang. Gemeinsam mit ihrem ersten Produzenten Sven Lõhmus arbeitet sie wieder an neuer Musik. Das Ergebnis fühlt sich richtig an. Die Sängerinnen sagen, sie hätten jetzt wirklich das Gefühl, „wieder auf Kurs zu sein“.

Es sei übrigens „ein anderes Gefühl, wenn man sein eigenes Land vertritt“. Der Eurovision Song Contest sei für estnische Künstler die größte Bühne überhaupt – umso bedeutender ist dieses Comeback.

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Auch Deutschland ist für Vanilla Ninja eng mit ihrer Geschichte verbunden. Für das Album „Love Is War” leben sie 2005/2006 sogar mehrere Monate in Köln – eine Zeit, die sie bis heute prägt. Und die Fans hier dürfen hoffen. Konzerte in Deutschland sind fest eingeplant, sobald es möglich ist.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche