Der DSDS-Sieger spricht offen über seine Kindheit„Wir hatten harte Zeiten“ – Ramon Roselly erinnert sich an das Leben im Wohnwagen

Ramon Roselly ist als Schaustellerkind aufgewachsen
Ramon Roselly ist als Schaustellerkind aufgewachsen (Archivbild)
picture alliance / ZB | Thomas Schulze

Im Wohnwagen beginnt auch sein Weg zu DSDS.
Heute ist Ramon Roselly (32) einer der erfolgreichsten Schlagerstars Deutschlands. Doch der Weg dorthin war alles andere als leicht. Bei „Immer wieder sonntags“ in der ARD spricht der Sänger am Sonntag (31. Mai) über seine Kindheit im Zirkus, harte Zeiten im Wohnwagen – und darüber, warum ihn diese Jahre bis heute prägen.

Ramon Roselly: zu neunt im Wohnwagen

„Beim Zirkus, gerade so beim kleinen Familienzirkus, da lebt man, auf deutsch gesagt, von der Hand in den Mund.“ Mit diesen ehrlichen Worten blickt Ramon Roselly im Gespräch mit Moderator Stefan Mross (50) auf seine Kindheit zurück. Der Sänger wächst in einer Zirkusfamilie auf und erlebt früh, dass Geld nicht selbstverständlich ist. Heute hat der 32-Jährige Millionen Fans, veröffentlicht in Kürze sein fünftes Album. Doch damals sieht der Alltag ganz anders aus.

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Ramon kennt das Leben im Wohnwagen von klein auf. Für ihn war es lange Zeit ganz normal. Erst später wird ihm bewusst, wie außergewöhnlich die Bedingungen waren, unter denen seine Familie lebte. „Wir hatten auch wirklich harte Zeiten.“

Ramon schildert seine Kindheit so: „Ich habe fünf ältere Schwestern. Ich bin ja der einzige Junge, ich bin der Jüngste. Und da haben wir wirklich mit den Eltern und meinen fünf Schwestern in einem kleinen Campingwohnwagen zusammen geschlafen.“
Doch damit nicht genug. Kamen Verwandte zu Besuch, wurde zusammengerückt: „Die sind auch noch mit drin gewesen, haben mit dort geschlafen.“

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Der Erfolg hat ihn nicht verändert

Trotz aller Entbehrungen blickt Ramon nicht verbittert auf diese Zeit zurück. Im Gegenteil. Für ihn hat das enge Zusammenleben die Familie zusammengeschweißt. „Dadurch haben wir diesen Familienzusammenhalt.“

Genau diese enge familiäre Bindung prägt ihn bis heute. Die Zuschauer kennen Ramon Roselly inzwischen als Schlagerstar. Verändert hat ihn der Erfolg aber kaum. Der 32-Jährige lebt noch immer in einer Wohnwagengruppe und hält an dem Leben fest, das ihn groß gemacht hat.

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Im Wohnwagen beginnt sein Weg zu DSDS

Dass ausgerechnet im Wohnwagen auch seine Karriere ihren Anfang nimmt, wirkt heute fast wie ein Schicksalsmoment. Ramon erzählt, dass er schon als Kind „den lieben langen Tag” ständig gesungen habe. „Ich gehe jedem damit auf die Nerven“, gesteht er lachend.

Mit 25 Jahren sitzt er eines Tages in seinem Wohnwagen und entdeckt eine Werbung für „Deutschland sucht den Superstar“. „Ich dachte mir einfach nur, du singst für dein Leben gern, geh doch mal da hin, probier doch mal aus. Es gibt nur Ja oder Nein, du hast ja nichts zu verlieren.“
Fast hätte er seine Chance allerdings wieder verstreichen lassen. Beim Vorcasting in Erfurt bekommt Ramon kurz vor dem Termin Zweifel.

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„Dann dachte ich mir so ‚ach, du hast noch eine Stunde Zeit, das ist doch gar nichts für dich, komm, fahr wieder heim. ‘” Doch im nächsten Moment entscheidet er sich wieder um, eine Achterbahn der Gefühle und Gedanken. Er überzeugt sich schließlich: „Komm, du bist jetzt extra 150 Kilometer hergefahren, probier es jetzt mal aus.“ Zum Glück. Denn am Ende gewinnt Ramon Roselly die 17. Staffel DSDS und wird über Nacht zum Star. „Hätte ich niemals mit gerechnet, niemals“, sagt er heute rückblickend.

Verwendete Quellen: Immer wieder sonntags