Privater EinblickDJ Ötzi verrät, warum er die Freundschaft zu Florian Silbereisen so schätzt

Diese Freundschaft ist wirklich dick!
DJ Ötzi und Florian Silbereisen sind seit Jahren echte Buddies. Im Interview plaudert der „Anton aus Tirol”-Star jetzt ganz privat – über sein neues Album, seine Tochter und darüber, was er am „Traumschiff”-Kapitän so schätzt.
Ihr neues Album „ÖHA” erscheint am 24. April. Welche besonderen „Öha”-Momente haben Sie in Ihrer Karriere bisher erlebt?
DJ Ötzi: Da gab’s einige, wo ich mir echt gedacht hab’: Öha, was passiert jetzt gerade? Natürlich „Hey Baby” - Nummer eins in England, Australien, Irland... und dann stehst du plötzlich bei „Top of the Pops” auf der Bühne, neben Jennifer Lopez und Paul McCartney. Da denkst du dir schon: Das ist jetzt nicht mehr nur Tirol, das ist plötzlich eine ganz andere Liga. Und dann natürlich „Ein Stern” - über 100 Wochen in den Charts, das ist ja komplett irre. Und ein ganz persönlicher Moment war Memphis, mit der Originalband von Elvis Presley zu spielen. Das geht dir unter die Haut, das vergisst du nicht mehr.
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Sie haben einige internationale Klassiker wie „Country Roads” und „Sex on Fire” neu interpretiert. Warum greifen Sie gerne auf Altbekanntes zurück und interpretieren es neu?
DJ Ötzi: Weil mich diese Songs einfach packen. Wenn ich was fühle bei einem Lied, dann will ich dem meine Version geben. Ich mache das nicht, weil’s schon da ist - ich mach’ das, weil ich eine Beziehung dazu habe. Und am Ende ist es ja genau das: Musik für alle Generationen. Ob auf der Hütte, im Stadion oder im Radio - wenn Leute sofort mitgehen, mitsingen und diesen Moment gemeinsam erleben, dann weiß ich, dass es passt.
Auf dem Album gibt es Duette mit Ihrer Tochter Lisa-Marie, darunter auch eine Neuinterpretation von „In the Ghetto”. Was bedeutet Ihnen diese Zusammenarbeit, besonders mit einem Elvis-Klassiker?
DJ Ötzi: Das ist für mich auf mehreren Ebenen etwas ganz Besonderes. Elvis ist einer meiner größten Helden, er hat mich musikalisch extrem geprägt - und allein schon deshalb ist so ein Song natürlich etwas ganz Großes für mich. Und dass meine Tochter Lisa- Marie heißt, genau wie seine Tochter, das ist ja kein Zufall - das zeigt schon, welchen Stellenwert Elvis für mich hat.
Aber „In the Ghetto” ist ja nicht nur irgendein Lied, sondern hat eine ganz starke Botschaft. Da geht’s darum, hinzuschauen, nicht wegzusehen, Mitgefühl zu haben. Und ich habe ja selber Zeiten erlebt, die nicht einfach waren - ich weiß, wie schnell man durchs Raster fallen kann. Deshalb hat dieser Song für mich auch eine sehr persönliche Ebene. Und das dann gemeinsam mit meiner Tochter zu singen - das geht schon tief. Weil es eben nicht nur Musik ist, sondern auch eine Haltung. Und genau das macht’s für mich so besonders.
Sie haben Ihre Tochter als „absolute Inspiration” bezeichnet. Was sind die wichtigsten Dinge, die Sie von ihr gelernt haben, und wie hat sie Sie als Musiker beeinflusst?
DJ Ötzi: Disziplin! (lacht) Sie ist gut strukturiert, bereitet sich immer top vor. Ich bin da manchmal eher der, der sagt: „Ja, passt schon irgendwie.” Da kann ich mir wirklich was abschauen. Sie weckt meinen Ehrgeiz - und das tut gut.
Wenn Sie mit Ihrer Tochter zusammenarbeiten, wie finden Sie das Gleichgewicht zwischen Ihrer Rolle als Künstler und als Vater?
DJ Ötzi: Wenn wir arbeiten, dann arbeiten wir. Dann geht’s um den Song, um den Moment. Aber ich habe natürlich als Papa auch ein großes Vertrauen - und das ist das Entscheidende. Und sie ist so gut vorbereitet, dass ich zwar nervös bin, aber weiß: Das wird schon. Und bisher hat das immer wunderbar funktioniert.
Sie haben auch schon gemeinsam moderiert. Gibt es dahingehend schon weitere Pläne?
DJ Ötzi: Aktuell gibt es nichts Konkretes, aber wir lassen das auf uns zukommen. Wenn’s passt, dann passt’s. Spaß gemacht hat’s auf jeden Fall extrem.
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„Tirol” hat durch Social Media eine Wiederentdeckung erfahren. Wie gehen Sie mit der Präsenz und den Erwartungen in den sozialen Netzwerken um?
DJ Ötzi: Ich hab’ das überhaupt nicht kommen sehen. Ich mach einen TikTok-Post - und auf einmal geht das Ding durch die Decke. Freunde rufen mich an und sagen: „Gerry, hast du das gesehen?” Und ich denk mir nur: Was geht jetzt ab? (lacht) Aber es zeigt halt auch: Die Leute wollen wissen, wo sie herkommen. Heimat ist wichtig. Und wenn so ein Song nach 13 Jahren nochmal so explodiert - das ist schon irre.
Wie gestalten Sie Ihre Social-Media-Präsenz, wer hilft Ihnen dabei und holen Sie sich auch Tipps von Ihrer Tochter ab?
DJ Ötzi: Ich komme noch aus einer analogen Welt, aber Du musst dich öffnen. Mein Social-Media-Team mit Lisa helfen mir da extrem. Lisa bringt viele Ideen ein, und wir setzen das gemeinsam um. Ich will ja, dass meine Musik alle erreicht - nicht nur einen Teil.
Alexander Van der Bellen empfing Sie kürzlich in der Wiener Hofburg. In einem Instagram-Video ist zu sehen, dass Sie bei der Begegnung sogar Ihre berühmte Mütze abgenommen haben. Wie ungewohnt ist es für Sie, sich ohne zu zeigen?
DJ Ötzi: Das war für mich eine große Ehre. Und aus Respekt vor dem Amt habe ich natürlich die Mütze abgenommen. Wenn mein Großvater das gesehen hätte, der wäre stolz gewesen. Und das sind dann die Momente, wo du kurz innehältst.
Haben Sie mal daran gedacht, die Mütze gegen ein anderes Accessoire oder ein neues Markenzeichen zu tauschen?
DJ Ötzi: Nein. Die Mütze gehört zu mir. Das ist wie ein Logo - die Leute sehen das und wissen sofort: Das ist der Ötzi. Warum sollte ich das ändern?
Mit der „Mountain Mania” geht es für Sie am Albumrelease-Tag auch wieder auf die Bühne. Mit dabei ist Florian Silbereisen. Warum arbeiten Sie gerne mit ihm zusammen?
DJ Ötzi: Weil er einfach verlässlich ist. Er fliegt um die halbe Welt, dreht irgendwo - und kommt trotzdem zurück, um mit mir auf der Bühne zu stehen. Das ist nicht selbstverständlich. Und dazu ist er halt auch noch ein richtig guter Entertainer und Musiker.
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Sie sind eng mit Florian Silbereisen befreundet. Was unterscheidet ihn für Sie als Freund von dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hat?
DJ Ötzi: Gar nicht so viel. Der Florian ist genauso, wie man ihn kennt: offen, freundlich, zugänglich. Privat redet man natürlich auch über andere Dinge - aber genau das macht ja eine Freundschaft aus.
(jom/spot)
































