Ärger auf der Donauinsel„Des is ka Spüplotz“ – Wirt ruft wegen Kindern die Polizei

Auf der Donauinsel in Wien kam es wegen spielender Kinder zum Ärger mit dem Wirt einer Imbissbude
Auf der Donauinsel in Wien kam es wegen spielender Kinder zum Ärger mit dem Wirt einer Imbissbude
picture alliance / FLORIAN WIESER / APA / picturedesk.com | FLORIAN WIESER

Erst Sonne, dann Schock!
Was für zwei Familien ein entspannter Samstagnachmittag auf der Wiener Donauinsel werden sollte, kippte laut „Heute“ plötzlich komplett. Dem Bericht zufolge spielten zwei Jungen im Alter von fünf und sechs Jahren im Gastgarten eines beliebten Imbisses mit einem Schaumgummi-Ball. Kurz darauf rückte die Polizei an.

Donauinsel-Wirt ruft wegen Kindern die Polizei – Mutter und Sohn unter Schock

Eine 33 Jahre alte Mutter beschreibt die Situation „Heute“ als belastendes Erlebnis für die ganze Gruppe. „Mein sechsjähriger Sohn ist völlig traumatisiert davon, dass uniformierte Beamte seinetwegen kommen mussten“, sagt sie. Besonders bitter aus ihrer Sicht: Die Beamten hätten sich zwar entschuldigt, am Ende aber auf das Hausrecht des Besitzers verwiesen.

Laut Polizei handelte es sich um einen Vermittlungseinsatz. Strafrechtliche Folgen habe es vor Ort nicht gegeben.

Wirt bleibt wegen Kindern hart: „Des is ka Spüplotz“

Der Imbiss-Betreiber schildert den Vorfall bei „Heute“ deutlich anders. „Des is euch an Zeitungsbericht wert?“, soll er die Journalisten gefragt haben. Seine Haltung ist klar. „Mei Gastgort’n is hoit ka Spüplotz!“

Nach seiner Darstellung hätten sich Gäste über die spielenden Kinder beschwert. Außerdem sei der Ball fast auf einem Teller gelandet. Als der Vater eines Kindes auf seine Aufforderung hin das Lokal nicht verlassen habe, habe er schließlich den Notruf gewählt.

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Ball fast auf Teller gelandet? Familie widerspricht dem Vorwurf

Genau das sieht die betroffene Mutter ganz anders. Ihr zufolge habe sich niemand beschwert außer dem Wirt selbst. Ihr Sohn sei nach dem Einsatz „völlig verschreckt“. Beim nächsten Ausflug auf die Donauinsel dürfte die Familie um den betroffenen Imbiss jedenfalls einen großen Bogen machen.

Der Vorfall sorgt damit nicht nur für Ärger, sondern auch für eine Grundsatzfrage. Wie viel Kinderlärm und Spielen müssen Gäste in einem Gastgarten aushalten und wann zieht ein Betreiber die Grenze? (jka)

Quellen: heute.at