„Und wer tot ist, wird ein Stern”Der „Dschungelcamp”-Moderator starb vor 14 Jahren – Dirk Bach wäre 65 geworden

Dirk Bach starb am 1. Oktober 2012.
Und noch heute muss man in der Medienlandschaft nicht lange suchen, um jemanden zu finden, der erzählt, wie sehr Dirk Bach nach seinem Tod fehlt. Am 23. April 2026 wäre der Komiker und Dschungelcamp-Moderator 65 Jahre alt geworden.
„Und wer tot ist, wird ein Stern”
„Und wer tot ist, wird ein Stern” – diesen Satz sollte Dirk Bach in seiner Rolle als kleiner König Dezember auch vor Publikum sprechen. Im Herbst 2012 probte er bereits für die Premiere am Berliner Schlosspark-Theater. Doch zur Aufführung kam es nie.
Am 1. Oktober 2012 wurde der Komiker tot in seinem Berliner Appartement-Hotel aufgefunden, er starb mit 51 Jahren an Herzversagen. Der Satz aus dem Theaterstück steht seitdem auf seinem Grabstein auf dem Kölner Melaten-Friedhof. Und als eben solcher Stern strahlt Dirk Bach auch an seinem 65. Geburtstag am 23. April herab auf Freunde und ein Publikum, die ihn nicht vergessen werden.

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Erinnert ihr euch noch an Dirk Bachs schillernde Auftritte?
Die Jahre schienen an Dirk Bach zuvor immer spurlos vorüberzugehen. Zu bunt und alterslos waren seine Rollen und Verkleidungen. Mit Hingabe verkörperte er, der nie eine formale Schauspielausbildung absolviert hatte, alles, was er für sich passend erachtete. Sein Durchbruch gelang dem gebürtigen Kölner Mitte der 80er-Jahre als Komödiant im Satire-Theaterstück „Geierwally”.
Auch das RTL-Programm prägte der Comedian nachhaltig: Zunächst durch die „Dirk Bach-Show” und ab 2004 brachte ihm die Moderation von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” (jederzeit auf RTL+ streamen) den Status als Kultstar.
Selbst Gegner des Trash-Formats mussten Bach für seine glühende Beobachtungsgabe Anerkennung schenken. Denn zwischen all dem Ungezwungenen, dem komischen Talent, seiner perfekten Drastik, versteckte Bach in jeder seiner Arbeiten noch eine zweite Ebene: Bedeutung im Unbedeutenden, Haltung im Haltlosen. Vielleicht schmerzt sein Verlust die Medienlandschaft auch deshalb heute noch so sehr.
Hella von Sinnen: „Die Welt ist so scheiße geworden, seit er weg ist”
Wer über Dirk Bach spricht, kommt an Hella von Sinnen (67) nicht vorbei. 30 Jahre ihres Lebens hat die Komikerin mit ihm verbracht und gearbeitet, zeitweise sogar zusammengewohnt. „Die Welt ist so scheiße geworden, seit er weg ist. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Mann vermisse”, sagte sie zum zehnten Todestag 2022 dem Bunte-Magazin. Sie als „Königin der Verdrängung” wolle nach wie vor nicht trauern, sondern alles von sich wegschieben.
Aber sie will auch, dass die Erinnerung am Leben bleibt. Zum zehnten Todestag brachte von Sinnen deshalb gemeinsam mit ihrer langjährigen Ex-Lebensgefährtin Cornelia Scheel den Erinnerungsband „Dear Dicki” heraus, in dem Schulfreunde, Weggefährten oder Kostümbildner persönliche Briefe an den Verstorbenen schrieben.
Sonja Zietlow: „Ich höre doch immer noch dein Lachen”
„Ich höre doch immer noch dein Lachen. Ich blicke immer noch hoch, wenn die Tür aufgeht, und erwarte, dass du reinkommst”, schrieb darin auch Sonja Zietlow (57) ihrem Freund. Und weiter: „Mit dir war alles leichter. Und sogar die Trauer irgendwie ... weniger traurig. Jemand, der so voller Lust, Leben und Freude ist wie du, der stirbt nicht. Er findet einfach physisch nicht mehr so statt wie bisher.” Von 2004 bis zu seinem Tod bildete sie mit Dirk Bach das prägende Moderatoren-Duo von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!”.
Vor zwei Monaten sprach Zietlow in einem Interview mit der Bild erneut über die Bedeutung ihres früheren Kollegen, den Freunde liebevoll „Dicki” nannten, für das Format. „Ohne Dicki würde es das Dschungelcamp heute nicht mehr geben”, betonte sie darin. „Er hat das mit uns aus der Taufe gehoben, aus dem Kindbett erhoben. Er war ein riesiges Vorbild. In seiner Art zu moderieren, zu spielen. Ich habe so viel von ihm gelernt.” (spot on/vho)
Verwendete Quelle: Spot on news


