Wirbel im norwegischen KönigshausPrinzessin Märtha Louise erinnert sich in Esoterik-Show an ihre früheren Leben

Das norwegische Königshaus kommt nicht zur Ruhe!
Während sich das Land nach dem Tod von König Harald (†89) in tiefer Trauer befindet und der neue König Haakon (53) die Krone stabilisieren muss, sorgt seine Schwester, Prinzessin Märtha Louise (54), mit einer umstrittenen Reality-TV-Show über die alternative Szene für neuen Diskussionsstoff.
Prinzessin Märtha Louise ist in Reality-Show zu sehen
Es sind schwere Wochen für die norwegische Königsfamilie. Nach dem Tod von König Harald am 28. August starb kurz darauf auch seine Schwester Prinzessin Astrid (†94). Bis zum 9. Oktober gilt am Hofe noch die offizielle Staatstrauer. Doch mitten in dieser Phase des Abschieds sorgt eine neue Fernsehproduktion für reichlich Wirbel in Oslo. Im Zentrum der Kritik: Prinzessin Märtha Louise und ihr Ehemann, der selbsternannte Schamane Durek Verrett (51).
Eigentlich sollte die sechsteilige Reality-Serie „Alternative Norge“ (dt. „Alternatives Norwegen“) bereits am 2. September auf der Streaming-Plattform Viaplay anlaufen. Wegen des Todes von König Harald wurde der Start um zwei Wochen auf den 16. September verschoben. Inhaltlich bietet das Format jedoch weiterhin reichlich Zündstoff. Die Serie widmet sich der spirituellen Szene des Landes und zeigt Geistheiler, Tierkommunikatoren und Hellseher.
Prinzessin Märtha Louise spricht in der Sendung offen über ihre eigenen spirituellen Erfahrungen und offenbart dabei Erstaunliches: Sie sei in früheren Leben mehrfach getötet worden, weil sie „anders“ gewesen sei. Lange Zeit habe sie sich in einem „spirituellen Schrank“ versteckt, aus Angst vor den Reaktionen der Menschen. In einer anderen Szene versucht die Prinzessin, eine Person mittels bloßer Handbewegungen energetisch zu „lesen“.
Lese-Tipp: „Unglaublich erleichtert!“ Prinzessin Märtha Louises Ehemann hat Spenderniere bekommen
Noch exzentrischer präsentiert sich ihr Ehemann Durek Verrett. Der Schamane ist bei einer lautstarken Trommeltherapie zu sehen und fordert eine in Trance tanzende Gruppe auf: „Befreit eure Wirbelsäule, befreit eure Sexualdrüsen von sämtlichen Giften.“
Vernichtendes Medien-Echo in Norwegen
In Norwegen stößt das Format auf heftige und teils sehr spöttische Kritik. Die renommierte Tageszeitung Aftenposten vergab lediglich einen von sechs Punkten und kritisierte, dass die Grenze zwischen Königshaus und reiner Celebrity-Welt zunehmend verwische, was die Krone schwäche.
Besonders scharf urteilte der TV-Kritiker Morten Ståle Nilsen in der Zeitung VG. Er bezeichnete die in der Serie gezeigten Praktiken als „Humbug“ und „Quacksalberei“. Es fehle jegliche journalistische Einordnung oder kritische Nachfrage. Dennoch gibt es aus Sicht des Kritikers eine ironische Entwarnung für den Hof: Märtha Louise und Durek Verrett seien in der Serie insgesamt nur rund fünf bis zehn Minuten pro Folge zu sehen. Sie wirkten dort laut VG fast wie ein normales Ehepaar auf einer Alternativmesse – nur eben in teurer Kleidung. Das Fazit des Blattes fällt entsprechend süffisant aus: „Gute Nachrichten für den Hof! Prinzessin Märtha Louise und ihr Mann sind langweilig geworden.“ Sie seien letztlich nur zwei von vielen „Sonderlingen“, die in der Show präsentiert werden.
Lese-Tipp: Kein Handschlag für Königin Sonja! Warum Durek Verrett plötzlich auf Abstand geht
Der Sender Viaplay verteidigte das Format hingegen und betonte, dass es sich um eine Reality-Serie handle, die lediglich einen Einblick in das alternative Milieu geben und die gezeigten Behauptungen nicht bewerten wolle.
Video-Tipp: Norwegens Skandal-Royals Märtha Louise und ihren Schamanen gibt’s jetzt bei Netflix
Herausforderungen für den neuen König Haakon
Für den frisch angetretenen König Haakon kommt die Unruhe zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Er muss das Land in eine neue Ära führen, während das Königshaus ohnehin an mehreren Fronten gefordert ist.
Neben den esoterischen Aktivitäten seiner Schwester gibt es weitere Baustellen im familiären Umfeld des Monarchen: Die früheren Kontakte seiner Ehefrau Mette-Marit zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stehen nach wie vor in der Kritik. Zudem ist die 53-Jährige weiterhin gesundheitlich schwer angeschlagen und muss sich von einer Lungentransplantation im Juni erholen.
Lese-Tipp: „Komplikationen” nach Lungen-OP! Mette-Marit sagt Haakons Vereidigung kurzfristig ab
Abgesehen davon blickt der Hof mit Sorge auf den 9. Februar 2027. Dann muss sich Mette-Marits Sohn, Marius Borg Høiby (29), in einem Berufungsverfahren wegen schwerer Vorwürfe, darunter zwei Vergewaltigungen, vor Gericht verantworten.
Wie viel exzentrisches Reality-TV und familiäre Unruhe die norwegische Monarchie in dieser Übergangsphase verträgt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. König Haakon steht vor der großen Aufgabe, die nötige Ruhe und Stabilität im Palast wiederherzustellen.
Verwendete Quellen: Aftenposten, Nettavisen, VG, Viaplay
































