Jedem, der Sascha Zverev besser kennt, ist klar: Dieses Lächeln im Moment der Erlösung und Erleichterung gilt auch dem wichtigsten Menschen seines Lebens. Mama Irina ist nie im Stadion, wenn ihr Junge spielt. Viel zu aufregend. Aber der deutsche Tennis-Superstar weiß: Sie ist auch jetzt dabei – tief in seinem Herzen.
Ein bisschen was von Hollywood hat dieser Abend in New York. Brad Pitt und zahlreiche andere Superstars sind live dabei, als Alexander Zverev seinen zweiten Grand-Slam-Sieg innerhalb weniger Monate holt. Und in der Rede danach wird deutlich, welchen Anteil seine Mama an all dem hat.
„Meine Mutter ist die wichtigste und stärkste Person, die ich kenne, weil es eine unglaublich starke Frau braucht, um das zu tun, was sie getan hat.“
Und dann ist da natürlich auch noch sie, die zweite Frau in seinem Leben: Sophia Thomalla. Auch sie schafft es nicht nach New York. Wie sie die Aufregung verkraftet hat, erzählt sie am Rande einer TV-Produktion: „Ich habe das Finale zusammen mit Herrn Jauch auf zusammengestapelten Koffern auf meinem iPad geschaut. Wir hatten nämlich denselben Flieger und ich war noch nie so ruhig bei einem Grand-Slam-Finale. Und ich freue mich natürlich sehr, dass er jetzt seinen zweiten Grand Slam mit nach Hause nehmen durfte.“
Sophia und Sascha gehen seit fünf Jahren gemeinsam durchs Leben. Aber keiner kennt ihn so gut wie Mama Irina. 2021 kehrt der Tennis-Wunderjunge mit einer Olympiamedaille nach Deutschland zurück. Schon damals strahlt sie an seiner Seite.
„Ich bin sehr glücklich, weil ich weiß, wie glücklich mein Sohn ist.“
Olympiasieger, Weltmeister – aber für den Grand Slam reicht es lange nie. Zverev scheitert wieder und wieder. Für seine Mutter ist seine Enttäuschung schwer zu ertragen. Und dann ist da ja auch noch diese Diagnose ihres Sohnes.
„Wenn bei deinem vierjährigen Sohn Diabetes diagnostiziert wird und die Ärzte in der Praxis sagen, dass das Leben für dieses Kind sehr begrenzt sein wird, braucht es eine sehr, sehr starke Mutter.“
Und die hat er. Sein Leben lang muss sich Zverev Insulin spritzen. Trotzdem hat Irina Zvereva immer an seinen Erfolg geglaubt. Und jetzt revanchiert er sich.
„Sascha nimmt einen Pokal vom Grand Slam und alle schreien: Hurra! Sascha, du hast das Ziel erreicht. Das ist mein Wunsch.“
Wunsch erfüllt. Dieser Blick gestern Abend sagt vor allem eins: Mama, alles, was gerade passiert, habe ich auch dir zu verdanken.