„Tatort”-Folgen bleiben onlineIn der ARD darf Christian Ulmen weiter Polizist sein

Die ARD hält zu Christian Ulmen.
Nach schweren Vorwürfen von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) zog ProSieben Konsequenzen und nahm die Serie „jerks.” beim Streamingdienst Joyn offline. Die ARD hat anders entschieden. Die „Tatort”-Folgen mit Ulmen bleiben online. Vorerst.
ARD lässt „Tatort” mit Christian Ulmen online
Der Fall Christian Ulmen (50) sorgt für weitreichende Konsequenzen in der deutschen Medienlandschaft. Nachdem seine Ex-Frau Collien Fernandes (44) schwerwiegende Anschuldigungen gegen den Schauspieler und Produzenten erhoben hat, hat ProSieben seine Erfolgsserie „jerks.” kurzerhand aus dem Online-Angebot entfernt. Die ARD hingegen hat noch keine Inhalte mit Ulmen aus der hauseigenen Mediathek entfernt. Eine Sprecherin der ARD-Programmdirektion sagte zu RTL.de: „Wir haben uns mit den öffentlich gewordenen Vorwürfen rund um Christian Ulmen befasst und ihn angesichts der Tragweite um eine Stellungnahme gebeten. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen und behalten uns weitere Schritte vor.”
Das bedeutet: Aktuell sind die Folgen des Weimarer „Tatort”, in dem Ulmen von 2013 bis 2021 als Kommissar Lessing an der Seite von Nora Tschirner (Kommissarin Dorn) ermittelte, weiterhin in der ARD-Mediathek abrufbar.
Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Die Vorwürfe, die durch eine Recherche des „Spiegel” öffentlich wurden, wiegen schwer. Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Ehemann vor, über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt zu haben, um mit Hunderten von Männern in Kontakt zu treten und dabei auch pornografische Inhalte – teils KI-generierte Deepfakes – verbreitet zu haben. Fernandes erstattete dem Bericht zufolge Ende 2025 Anzeige in Spanien, dort hatten die beiden zuletzt gelebt. Die Vorwürfe sind dem Bericht zufolge unter anderem Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung. Das Gericht habe „sogenannte Vorermittlungen eingeleitet”. Ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei aktuell offen.
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Christian Ulmens Anwalt: „Unwahre Tatsachen”
Nach der „Spiegel”-Berichterstattung meldete sich Christian Ulmens Anwalt zu Wort. Prof. Dr. Christian Schertz vertritt die presserechtlichen Interessen des Schauspielers. Er teilte mit: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den Spiegel rechtliche Schritte einzuleiten. Es handelt sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Zum anderen werden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet. Wir bitten daher unbedingt, die Persönlichkeitsrechte von Herrn Ulmen zu beachten und von einer Übernahme einseitiger Vorwürfe Abstand zu nehmen.” Eine RTL-Anfrage ließ Rechtsanwalt Prof. Dr. Schertz zunächst unbeantwortet.
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: spot, eigene RTL-Recherche


