4304238e-7b37-4747-ac28-d5769290e5d9

Zahnzusatzversicherung ab 50: Diese Tarife lohnen sich noch

Mit 50, 60 oder 70 entscheidet Ihr Gebiss, welcher Tarif passt. Die DFV nimmt Sie ohne Altersgrenze und Gesundheitsfragen auf und zahlt im ersten Jahr bis zu 1.750 Euro.

* Wir verlinken mit sog. 'Affiliate-Links' auf Online-Shops und Partner, von denen wir unter Umständen eine Vergütung erhalten.

Die beste Zahnzusatzversicherung ab 50 zahlt schon in den ersten Vertragsjahren viel, weil Kronen, Brücken und Implantate in diesem Alter eher bald anstehen als irgendwann. Wie viel Geld Ihnen im ersten Vertragsjahr zusteht, legt bei Zahnzusatzversicherungen die Erstjahresgrenze der Zahnstaffel fest; bei den Staffeltarifen dieses Vergleichs reicht sie von 750 bis 1.750 Euro. Ihr Beitrag richtet sich zugleich nach dem Alter: Wer abwartet, steigt in einer teureren Altersgruppe ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Altersgrenze: DFV schreibt ausdrücklich, dass es keine Altersgrenze für den Abschluss gibt; DA Direkt, MAXCARE, NÜRNBERGER und ottonova führen auf ihren Tarifseiten kein Höchsteintrittsalter auf.
  • Beitrag: Der Monatsbeitrag richtet sich nach dem Alter. Allianz nennt für MeinZahnschutz 75 ohne Alterungsrückstellung 27,10 Euro monatlich als Beispiel für eine 60-jährige Person (Altersgruppe 51 bis 60), für eine 30-jährige 12,94 Euro.
  • Erstes Jahr: Weil Zahnersatz ab 50 eher bald ansteht, zählt die Erstjahresgrenze der Zahnstaffel, die im Vergleichsfeld zwischen 750 Euro bei DA Direkt Komfort und 1.750 Euro bei DFV Exklusiv liegt.
  • Bestehende Lücken: DFV, DA Direkt und NÜRNBERGER nehmen Sie ohne Gesundheitsfragen an, versichern aber keine Zähne, die bei Vertragsabschluss schon fehlen und nicht dauerhaft ersetzt sind.
  • Angeratene Behandlung: Liegt ein Heil- und Kostenplan vor oder ist eine Behandlung angeraten, ist sie in allen fünf verglichenen Tarifen ausgeschlossen, mit 50 genauso wie mit 70.
Unsere Empfehlung für Ihren Abschluss ab 50: DFV
Die DFV nimmt Sie ohne Gesundheitsfragen und ohne Altersgrenze für den Abschluss auf. Im Exklusiv erstattet sie bis zu 100 Prozent und stellt schon im ersten Jahr bis zu 1.750 Euro bereit.

Welche Zahnzusatzversicherung ist ab 50 die beste?

Für Senioren und alle ab 50 entscheidet Ihr Gebiss, welcher Tarif der beste ist. Ist es weitgehend versorgt und steht Zahnersatz absehbar an, nehmen Sie DFV Exklusiv. Wollen Sie bei Ihrer langjährigen Praxis bleiben, passt DA Direkt Premium Plus. MAXCARE lohnt sich, wenn Ihre Lücken längst geschlossen sind, ottonova für ein gesundes Gebiss, das drei Gesundheitsfragen besteht, und NÜRNBERGER, wenn Sie ganz ohne Gesundheitsprüfung abschließen wollen.

Ist eine Behandlung schon angeraten, lesen Sie zuerst, wann es für eine Zahnzusatzversicherung zu spät ist. DA Direkt und DFV nehmen nur gesetzlich Krankenversicherte auf.

DFV: kein Höchsteintrittsalter und der höchste Betrag im ersten Jahr

Ab 50 mit weitgehend versorgtem Gebiss ist DFV die erste Wahl: Der Versicherer garantiert die Annahme in allen vier Tarifstufen. Gesundheitsfragen stellt keiner dieser Tarife, und Zahnlücken oder Vorbehandlungen führen nicht zur Ablehnung. Versichert ist allerdings nur, was nach Vertragsabschluss neu entsteht: Zahnlücken, die bei Vertragsabschluss bereits bestehen und nicht dauerhaft ersetzt sind, nimmt DFV vom Schutz aus. Sie entscheiden damit nach Ihrem Budget, ohne in eine einzige fragefreie Stufe gedrängt zu werden.

  • Erstattung: 50 Prozent im Basis-Tarif, 70 im Komfort, 80 im Premium, 100 im Exklusiv
  • Einstiegsbeiträge ohne Altersangabe: 9,10, 12,60, 14,30 und 17,80 Euro im Monat
  • Prophylaxe: 100 Euro im Basis-Tarif bis 200 Euro pro Jahr im Exklusiv
  • Vertrag: keine Wartezeit, keine Altersgrenze für den Abschluss, 24 Monate Mindestlaufzeit

Der stärkste Wert steckt in der ersten Zahnstaffel-Zeile des Exklusiv-Tarifs. Schon im ersten Jahr stehen Ihnen 1.750 Euro zur Verfügung, der höchste Erstjahresbetrag in diesem Vergleich, über vier Jahre 7.000 Euro, und ab dem 49. Monat rechnen Sie ohne Begrenzung ab.

Schließen Sie mit 60 ab und brauchen im zweiten Vertragsjahr eine Brücke, holen Sie den Aufpreis mit einer einzigen Rechnung wieder herein. Auf 11 Testsiege in Folge und die Note 0,5 für Exklusiv aus 09/2026 bei 278 verglichenen Tarifen verweist DFV in eigener Darstellung.

DFV ZahnSchutz Exklusiv: 1.750 Euro schon im ersten Jahr
Garantierte Annahme in allen vier Stufen ohne Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit, im Exklusiv über vier Jahre bis zu 7.000 Euro.

DA Direkt: Premium Plus für alle, die ihre Praxis behalten wollen

Bleiben Sie ab 50 bei Ihrer langjährigen Praxis, ist DA Direkt Premium Plus der passende Tarif: Als einzige der drei Stufen erstattet Premium Plus 100 Prozent in jeder Praxis, die Netzfrage stellt sich also nicht. Der Schutz greift sofort mit Vertragsbeginn, in den Haupttarifen ohne eine einzige Gesundheitsfrage. Der Zahnstatus spielt für die Annahme keine Rolle, versichert sind laut DA Direkt allerdings nur Zähne, die gesund und nicht beschädigt waren; bekannte Schäden wie fehlende oder beschädigte Zähne sind ausgeschlossen.

Startseite der DA Direkt Zahnzusatzversicherung mit Beitragsrechner
Werbegrafik von DA Direkt

Erstattung für Zahnersatz, Grenze im ersten Jahr und über vier Jahre (ab dem fünften Jahr ohne Begrenzung), Einstiegsbeitrag ohne Altersangabe:

  • Komfort: 90 Prozent im Zahnärztenetz, 75 Prozent außerhalb; 750 und 3.000 Euro; ab 6,90 Euro
  • Premium: 100 Prozent im Netz, 90 Prozent außerhalb; 1.100 und 4.400 Euro; ab 13,90 Euro
  • Premium Plus: 100 Prozent in jeder Praxis; 1.500 und 6.000 Euro; ab 16,90 Euro
DA Direkt Premium Plus: 100 Prozent in jeder Praxis
Sie bleiben bei Ihrer Zahnärztin: Zahnersatz ohne Netzbindung, ohne Gesundheitsfragen und mit Leistung ab Vertragsbeginn, ab dem fünften Jahr ohne Begrenzung.

MAXCARE Exklusiv: 100 Prozent, Staffel in 1.500-Euro-Schritten

Sind Ihre Lücken mit 50 längst geschlossen, steht zwischen Ihnen und MAXCARE laut Produktunterlagen genau eine Gesundheitsfrage, und zwar zu fehlenden Zähnen. Die Marke der Münchener Verein Krankenversicherung führt drei Stufen mit 75, 85 und 100 Prozent Erstattung, und ab 50 zählt die oberste.

Eine Wartezeit gibt es in keiner der drei Stufen, und im Exklusiv erstattet MAXCARE bis zu 100 Prozent, einschließlich des Kassenanteils; zahlt Ihre gesetzliche Kasse keinen Festzuschuss, rechnet MAXCARE pauschal 35 Prozent als deren Vorleistung an.

  • Zahnstaffel Exklusiv: 1.500 Euro im ersten Versicherungsjahr, kumuliert 3.000, 4.500 und 6.000 Euro bis zum vierten, ab dem fünften ohne Grenze
  • Beispielbeiträge: 15,90 Euro für Komfort, 21,90 Euro für Premium, 28,90 Euro für Exklusiv, jeweils altersabhängig
  • Alter: Der Beitragsrechner zeigt für manche Geburtsjahre keinen Tarif an, eine Altersgrenze nennt MAXCARE nicht

MAXCARE nennt für ZahnGesund Exklusiv die Note 0,5 und das Urteil „sehr gut“ der Stiftung Warentest 09/2026, vergeben im Vergleich von 278 Tarifen.

MAXCARE ZahnGesund Exklusiv: 100 Prozent Erstattung, eine Frage
Nur eine Gesundheitsfrage zu fehlenden Zähnen, keine Wartezeit, Beispielbeitrag 28,90 Euro monatlich im Exklusiv, je nach Alter.

NÜRNBERGER: keine Risikoprüfung, drei Komfort-Stufen bis 100 Prozent

Bei NÜRNBERGER schließen Sie ab 50 ganz ohne Gesundheitsprüfung ab: Sie entfällt nach Angaben des Versicherers komplett, und Leistungen können Sie ab Vertragsbeginn abrufen.

Die Komfort-Stufen erstatten 80, 90 oder 100 Prozent, darunter liegt ein Basis-Tarif, der auf den Festzuschuss Ihrer Kasse aufsetzt und laut NÜRNBERGER in den ersten drei Versicherungsjahren auf bis zu 500 Euro begrenzt ist. Nur in diesem Basis-Tarif lässt sich eine bei Abschluss offene Lücke gegen einen Risikozuschlag mitversichern.

  • Komfort 80, 90 und 100 im ersten Versicherungsjahr: bis zu 800, 900 oder 1.000 Euro
  • Über die ersten vier Versicherungsjahre: 3.200, 3.600 beziehungsweise 4.000 Euro
  • Ab dem fünften Versicherungsjahr: ohne Obergrenze, bei Unfällen von Anfang an

Für Erwachsene deckt NÜRNBERGER Kieferorthopädie nur nach einem Unfall ab, was ab 50 für die wenigsten eine Rolle spielt. Die professionelle Zahnreinigung erstattet NÜRNBERGER laut Anbieter mit mindestens 100 Euro je Versicherungsjahr. Ihren Beitrag zeigt erst der Rechner, denn er hängt laut Versicherer von Alter und Tarifstufe ab.

NÜRNBERGER Zahn: Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung
Keine Risikoprüfung, keine Wartezeit, ab dem fünften Versicherungsjahr ohne Höchstgrenze.

ottonova: drei Gesundheitsfragen, dafür eine klare Tarifleiter

ottonova passt zu Ihnen, wenn Ihr Gebiss mit 50 noch weitgehend gesund ist. Der Versicherer stellt drei Gesundheitsfragen, und mit diesem Antrag lassen Sie sich auf eine Prüfung ein, deren Ergebnis Sie vorher nicht kennen. Wer sie besteht, bekommt eine saubere dreistufige Leiter.

  • Economy Class: 70 bis 75 Prozent für Zahnersatz
  • Business Class: 85 bis 90 Prozent
  • First Class: 100 Prozent

Bereits laufende oder von der Praxis angeratene Behandlungen sind ausdrücklich ausgeschlossen, und die 100 Prozent der First Class gelten nicht überall: Bei Behandlung durch einen Privatzahnarzt sinkt die Erstattung für Zahnbehandlung auf 70 Prozent, in der First Class auch die für Zahnersatz. Klären Sie vor dem Abschluss mit ottonova, ob Ihre Praxis als Privatzahnarzt zählt, sonst zahlen Sie für einen Satz, den Sie nie abrufen.

Im ersten Jahr stehen Ihnen je Tarif zwischen 800 und 1.250 Euro zu, über vier Jahre zwischen 3.200 und 5.000 Euro, danach fällt die Grenze weg. Prophylaxe, Kariesrisikodiagnostik, Fissurenversiegelung und Unfallbehandlungen bleiben von dieser Begrenzung ausgenommen.

ottonova Zahn First Class: 100 Prozent für Zahnersatz
Drei Tarifstufen von 70 bis 100 Prozent, ohne Wartezeit, Begrenzung nur in den ersten vier Jahren.

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung ab 50 und ab 60?

Was eine Zahnzusatzversicherung ab 50 oder 60 kostet, veröffentlicht keiner der fünf Anbieter dieser Auswahl mit Altersangabe: Ihren verbindlichen Beitrag nennt erst der Rechner, und er richtet sich nach Ihrem Alter.

Wie stark das Alter zählt, zeigt Allianz: Für MeinZahnschutz 75 ohne Alterungsrückstellung nennt der Versicherer 12,94 Euro im Monat für eine 30-jährige und 27,10 Euro für eine 60-jährige Person (Altersgruppe 51 bis 60), rund das Doppelte. Die Einstiegspreise in den Abschnitten oben gelten für Sie deshalb nicht; was die fünf Anbieter zur Berechnung sagen, zeigt die Tabelle.

AnbieterSo hängt der Beitrag am AlterBeispielbeitrag mit AlterHöchsteintrittsalter
DFVrichtet sich nach dem Alter, kann mit zunehmendem Alter steigenkeiner veröffentlichtkeine Altersgrenze für den Abschluss
DA DirektAltersstufen etwa alle zehn Jahre, ohne AlterungsrückstellungKomfort ab 10,90 Euro mit 25, Premium ab 27,90 Euro mit 40auf der Tarifseite nicht genannt
MAXCAREaltersabhängig, Preis erst nach Eingabe des Geburtsjahrskeiner veröffentlichtnicht genannt, für manche Geburtsjahre kein Tarif im Rechner
NÜRNBERGERab dem 50. Lebensjahr teurerkeiner, Preis nur im Rechnernicht genannt
ottonovaTarifpreis nur im Rechnerkeiner mit Altersangabe veröffentlichtnicht genannt, Altersauswahl bis 102 Jahre
Allianz MeinZahnschutz 75 (zum Vergleich)Altersgruppen, ohne Alterungsrückstellung27,10 Euro mit 60online bis 64

Spezielle Seniorentarife sind laut Allianz meist günstig, aber in der Regel mit erheblichen Leistungsbegrenzungen verbunden, bei vielen Policen je nach Anbieter zum Beispiel nur 40 Prozent Kostenübernahme. Für Senioren ist ein regulärer Tarif aus dieser Auswahl deshalb die bessere Wahl.

Steigt der Beitrag nach dem Abschluss weiter?

Bei Tarifen ohne Alterungsrückstellung ja, bei Tarifen mit Alterungsrückstellung nicht mehr allein wegen Ihres Alters. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der Beitrag bei einigen Verträgen regelmäßig mit dem Alter steigt und nicht nur bei Vertragsabschluss festgelegt wird. DA Direkt kalkuliert so und erhöht in Altersstufen etwa alle zehn Jahre; Allianz nennt als Beispiele aus dem Markt Erhöhungen alle fünf Jahre, aber auch Versicherer, die ab einer Grenze wie 61 Jahren nicht mehr oder nur gering erhöhen.

Tarife mit Alterungsrückstellung starten dafür teurer. Die Rücklage verfällt laut DA Direkt allerdings, wenn Sie kündigen oder den Versicherer wechseln, und Anpassungen wegen Inflation und medizinischem Fortschritt bleiben laut Allianz in beiden Varianten möglich.

Unsere Einschätzung, kein Anbieterwert: Mit 50 und einem Vertrag, den Sie 20 Jahre halten wollen, lohnt es sich, die Variante mit Rückstellung durchzurechnen. Ab etwa 60 ist die Ansparphase kurz, und der Tarif ohne Rückstellung ist oft die günstigere Wahl.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung mit 50, 60 oder 70 noch?

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich mit 50, 60 und 70 in den meisten Fällen noch, solange für den betroffenen Zahn nichts angeraten ist: Eine einzige Implantatrechnung entspricht im Rechenbeispiel unten fast neun Jahren Beitrag.

Die Rechnung mit veröffentlichten Zahlen:

  • Einzelimplantat mit Krone, Allianz-Beispiel: rund 2.900 Euro Gesamtkosten
  • Allianz-Beispielbeitrag für 60-Jährige: 27,10 Euro im Monat
  • Umgerechnet: bei unverändertem Beitrag 107 Monatsbeiträge, also fast neun Jahre
  • DFV Exklusiv im zweiten Vertragsjahr: Die Rechnung liegt innerhalb der Grenze von 3.500 Euro für die ersten 24 Monate
  • Voraussetzung: Der Zahn war bei Vertragsabschluss vorhanden, und nichts war angeraten
Zusatzversicherung für Rentner

Mit 50

Unser Urteil: Mit 50 lohnt sich der Abschluss praktisch immer, und zwar in einer hohen Stufe. Sie haben genug Vorlauf, um die Zahnstaffel auslaufen zu lassen, bevor größere Prothetik wahrscheinlich wird.

Hier haben Sie noch die volle Auswahl: Fragefreie und fragebasierte Tarife stehen offen. Nutzen Sie diese Phase für die Entscheidung, die später keine mehr ist, nämlich die zwischen 90 und 100 Prozent Erstattung. Der Unterschied kostet Sie bei den Einstiegspreisen einige Euro im Monat und erspart Ihnen bei einer vierstelligen Zahnersatzrechnung einen dreistelligen Eigenanteil.

Was die einzelnen Versorgungen bis hin zum Implantat dann kosten und welcher Tarif sie trägt, steht bei der Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz und, falls bereits Lücken offen sind, bei der Zahnzusatzversicherung bei fehlenden Zähnen.

Mit 60

Mit 60 lohnt sich der Abschluss noch, aber nur in einer hohen Stufe mit hoher Erstjahresstaffel. Ein Basistarif mit 50 Prozent Erstattung und 875 Euro im ersten Jahr trägt in diesem Alter bei größerer Prothetik nur einen kleinen Teil der Rechnung.

Weil Prothetik ab 60 eher übernächstes Jahr ansteht als in acht Jahren, zählt die Zahnstaffel der ersten Vertragsjahre und nicht die Endstufe: 1.750 Euro bei DFV Exklusiv und 750 Euro bei DA Direkt Komfort. Diese 1.000 Euro Unterschied im ersten Jahr bestimmen mit, wie viel Sie bei einer Krone selbst tragen.

Mit 70

Mit 70 ist ein fragefreier Tarif mit hoher Erstjahresgrenze weiter eine vernünftige Entscheidung, wenn Ihr Mund im Wesentlichen versorgt ist, nichts angeraten ist und kein Heil- und Kostenplan vorliegt. Für Rentnerinnen und Rentner entscheidet dabei nichts anderes als für alle übrigen: Der Erwerbsstatus taucht in keiner dieser Tarifentscheidungen auf, der Zahnstatus in jeder.

Was DFV Exklusiv Sie mit 70 kostet, zeigt erst der Rechner. Selbst einem Beitrag deutlich über dem Einstiegspreis von 17,80 Euro stehen schon im ersten Jahr bis zu 1.750 Euro Erstattung gegenüber.

Abraten würden wir in einem Fall. Wenn die Prothese oder der Implantatplan bereits feststeht, zahlt keiner der fünf hier verglichenen Tarife dafür. Nur Sonderbausteine wie die AKUT-Soforthilfe von DA Direkt oder ERGO Zahnersatz Sofort leisten bei feststehender Behandlung, und das mit niedrigen Grenzen.

Steht die Behandlung schon fest, legen Sie das Geld für die Rechnung besser auf ein Tagesgeldkonto, statt es in einen Tarif zu zahlen, der sie ausschließt. Wer unsicher ist, welche Stufe zu einem versorgten Gebiss noch passt, findet die Gegenüberstellung im Zahnzusatzversicherung-Vergleich.

DFV Exklusiv: die hohe Stufe für den Abschluss ab 50

Mit 50, 60 und 70 läuft das Urteil auf dieselbe Wahl hinaus: eine hohe Stufe mit hoher Erstjahresgrenze, abgeschlossen, solange nichts angeraten ist. In diesem Vergleich ist das DFV Exklusiv, ohne Gesundheitsfragen und ohne Altersgrenze für den Abschluss.

DFV ZahnSchutz Exklusiv: mit 50, 60 oder 70 abschließen
Ohne Gesundheitsfragen und ohne Altersgrenze für den Abschluss, schon im ersten Jahr bis zu 1.750 Euro. Den Beitrag für Ihr Alter zeigt der Rechner.

Brauchen Sie ab 50 einen Tarif ohne Gesundheitsfragen?

Nicht zwingend, aber er nimmt Ihnen ab 50 das größte Risiko im Antrag ab: Je mehr Ihres Gebisses bereits versorgt ist, desto eher endet eine Gesundheitsprüfung wie die von ottonova mit dem Ausschluss einzelner Zähne oder einer Ablehnung. Eine bei Vertragsabschluss offene Lücke versichern die fragefreien Tarife dieser Auswahl allerdings nicht mit, außer NÜRNBERGER im Basis-Tarif gegen einen Risikozuschlag. Welche Tarife am Markt fragefrei sind, zeigt der Überblick zur Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen.

Wenn Sie schon eine herausnehmbare Prothese tragen

Lassen Sie sich vor dem Antrag schriftlich bestätigen, ob die Erneuerung Ihrer vorhandenen Prothese versichert ist. Offen lassen DFV, DA Direkt und MAXCARE auf ihren Produktseiten nämlich, ob die Zähne, die Ihre heutige herausnehmbare Prothese ersetzt, als dauerhaft ersetzt gelten.

DFV nennt in ihrem Ratgeber zu Tarifen ohne Gesundheitsfragen Brücken, Implantate und Kronen als Versorgung, bei der ein Zahn nicht als fehlend gilt, und merkt an, dass manche Anbieter Zähne mit herausnehmbarem Zahnersatz als fehlend werten.

Geht ein Zahn erst nach Vertragsabschluss verloren, erstatten DFV und DA Direkt im Rahmen von Erstattungssatz und Zahnstaffel auch eine Prothese: Beide führen Voll- und Teilprothesen als versicherten Zahnersatz.

Ältere Frau mit Brille auf dem Behandlungsstuhl in der Zahnarztpraxis

Ein realistischer Mundstatus mit 55: zwei Kronen, eine Lücke, nichts akut

Mit zwei Kronen und einer offenen Lücke nehmen DFV, DA Direkt und NÜRNBERGER Sie auch mit 55 ohne Gesundheitsfragen an; die offene Lücke selbst versichert davon nur NÜRNBERGER im Basis-Tarif gegen einen Risikozuschlag mit.

Nehmen wir einen Beispielmund mit 55. Zwei Backenzähne sind vor Jahren überkront worden, ein Zahn im Unterkiefer fehlt seit einer Extraktion, die Lücke steht offen. Der letzte Kontrollbesuch war unauffällig, ein Heil- und Kostenplan liegt nicht vor, angeraten hat die Praxis nichts. Was passiert mit diesem Antrag?

TarifErgebnis für diesen MundstatusWas danach noch offen bleibt
DA Direkt HaupttarifeAngenommen, keine Frage gestelltLücke nicht mitversichert; Erstjahresgrenze 750 bis 1.500 Euro je Stufe
DFV, alle vier StufenAngenommen, Zahnlücke kein Ablehnungsgrund, aber nicht mitversichertErstjahresgrenze 875 bis 1.750 Euro je Stufe
MAXCARE ExklusivLaut Anbieter eine Frage zu fehlenden Zähnen, sie trifft die offene LückeWie MAXCARE ein Ja bewertet, ist nicht veröffentlicht
NÜRNBERGERAngenommen, Gesundheitsprüfung entfälltLücke nur im Basis-Tarif gegen Risikozuschlag; Erstjahresgrenze 800 bis 1.000 Euro je Komfort-Stufe
ottonovaDrei Fragen, Ergebnis offenAusgang der Risikoprüfung nicht vorab bekannt

Die drei fragefreien Tarife: Annahme sicher, offene Lücke nicht mitversichert

Bei DA Direkt, DFV und NÜRNBERGER geht dieser Antrag glatt durch. Die zwei Kronen und die Lücke werden nicht abgefragt, also können sie auch nicht zur Ablehnung führen. Ab dem Vertragsbeginn sind neue Behandlungen versichert, einschließlich der Krone auf einem der Nachbarzähne, wenn er in drei Jahren nachgibt.

Den Ersatz der offenen Lücke selbst zahlt allerdings keiner der drei, denn alle nehmen bei Vertragsabschluss fehlende, noch nicht ersetzte Zähne vom Schutz aus; einzige Ausnahme ist der Basis-Tarif von NÜRNBERGER gegen einen Risikozuschlag.

Ein Ja im Antrag: die offene Lücke im Unterkiefer

Die eine Gesundheitsfrage, die MAXCARE laut Produktunterlagen stellt, betrifft fehlende Zähne; mit der offenen Lücke im Unterkiefer lautet Ihre Antwort also Ja. Was MAXCARE aus einem Ja macht, ist nicht veröffentlicht.

Ist Ihre Lücke längst mit einer Brücke oder einem Implantat geschlossen, ist die Frage eine Formalie, und Exklusiv mit 100 Prozent Erstattung ist dann eine der stärksten Stufen in diesem Vergleich.

Steht die Lücke dagegen offen, verschiebt sich Ihre Rangfolge: Dann sind die drei fragefreien Tarife oben der ruhigere Weg zur Annahme, weil dort nicht einmal diese eine Zeile abgefragt wird; die Lücke selbst versichern aber auch sie nicht mit.

Zahnzusatzversicherung für Rentner

Variante: Die Krone am Nachbarzahn steht schon in der Karteikarte

Steht die Krone schon in der Karteikarte, ist sie angeraten, und in allen fünf Tarifen fällt genau diese Krone aus dem Leistungsversprechen heraus, obwohl drei von ihnen Sie weiter ohne eine einzige Frage aufnehmen.

Im Beispiel heißt das: Die Praxis hat beim letzten Termin gesagt, der Zahn neben der Lücke brauche eine Krone, und die Prophylaxe-Assistentin hat es in die Karteikarte geschrieben. Sie haben dann einen gültigen Vertrag für die übrigen Zähne und zahlen die Krone bis auf den Festzuschuss der Kasse allein.

Warum eine ungenaue Antwort fünf Jahre später noch zählt

Eine ungenaue Antwort im Antrag zählt noch Jahre später: Nach § 21 Abs. 3 VVG erlöschen die Rechte des Versicherers aus der vorvertraglichen Anzeigepflicht erst fünf Jahre nach Vertragsschluss, bei vorsätzlicher oder arglistiger Verletzung erst nach zehn Jahren. Für einen Versicherungsfall innerhalb dieser Frist kann er sich auch danach noch darauf berufen, also genau dann, wenn Sie den Vertrag zum ersten Mal brauchen.

Der häufigste Fehler in dieser Altersgruppe ist die Schätzung: Eine Parodontitisbehandlung, die vielleicht vier und vielleicht sechs Jahre zurückliegt, wird zum Nein, weil die Erinnerung nicht reicht. Bei einem fragefreien Tarif läuft diese Frist ins Leere, weil es keine Antwort gibt, die man Ihnen später entgegenhalten könnte.

Welche Unterlagen brauchen Sie für die Erstattung?

Für die Erstattung von Zahnersatz brauchen Sie einen sorgfältig ausgefüllten Antrag, den Heil- und Kostenplan mit getrennt ausgewiesener Regelversorgung und Ihr Bonusheft für die Kasse.

  • Antrag: Beantworten Sie Gesundheitsfragen anhand der Behandlungshistorie aus Ihrer Praxis, nicht aus dem Gedächtnis. Bei fragefreien Tarifen entfällt dieser Schritt.
  • Heil- und Kostenplan: Lassen Sie ihn erstellen, nachdem der Vertrag begonnen hat, und schicken Sie ihn vor dem Behandlungsbeginn an den Versicherer, sofern dieser das verlangt oder empfiehlt. Ein Plan, der vor Vertragsbeginn datiert ist, dokumentiert eine angeratene Behandlung.
  • Regelversorgung im Plan: Bitten Sie die Praxis, die Regelversorgung und die geplante Versorgung getrennt auszuweisen. Der Festzuschuss Ihrer Kasse bemisst sich an der Regelversorgung, und der Zusatztarif rechnet auf diesen Betrag auf.
  • Bonusheft: Reichen Sie es bei der Kasse mit ein. Fünf lückenlose Jahre bringen nach § 55 SGB V einen Festzuschuss von 70 statt 60 Prozent, zehn Jahre 75 Prozent, und diese Differenz senkt Ihren Eigenanteil, bevor der Zusatztarif überhaupt einsetzt.

Bewahren Sie zusätzlich die Befundunterlagen zu bereits vorhandenem Zahnersatz auf. Wenn Jahre später die Frage aufkommt, ob eine Behandlung schon bei Vertragsbeginn absehbar war, ist das Ihr Beleg.

Fragen und Antworten zur Zahnzusatzversicherung ab 50

Was ändert sich bei der Risikoprüfung ab 50?

Kein Versicherer prüft strenger, weil Sie 50 werden, aber die Fragen im Antrag treffen ab diesem Alter häufiger zu: fehlende Zähne, vorhandener Zahnersatz, Wurzel- oder Parodontitisbehandlungen, angeratene Maßnahmen. Jedes Ja kann zu einem Risikoausschluss oder einer Ablehnung führen; wer das umgehen will, wählt einen Tarif ohne Gesundheitsfragen.

Gibt es Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen auch ab 60 und ab 70?

Ja, denn die Fragefreiheit hängt am Tarif und nicht an Ihrem Jahrgang: DFV, DA Direkt in den Haupttarifen und NÜRNBERGER nehmen Sie auch mit 70 ohne Gesundheitsfragen auf. Zähne, die bei Vertragsabschluss schon fehlen, versichern sie allerdings nicht mit.

Ab welchem Alter wird ein Abschluss schwierig oder unmöglich?

Bei den hier verglichenen Tarifen setzt eher die dokumentierte Behandlung die Grenze als das Alter. Solange nichts angeraten ist und kein Heil- und Kostenplan vorliegt, bekommen Sie auch mit 70 einen fragefreien Tarif, etwa bei der DFV, die keine Altersgrenze für den Abschluss nennt. Liegt der Plan vor, ist die Behandlung in jedem hier verglichenen Tarif ausgeschlossen, mit 45 wie mit 75. Der kritische Zeitpunkt ist der Termin, an dem Ihre Zahnärztin etwas empfiehlt, nicht ein Geburtstag.

Was ist eine Zahnzusatzversicherung im Alter und was zahlt sie?

Sie ist eine private Ergänzung zur gesetzlichen Kasse, die Ihren Eigenanteil bei Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe reduziert. Von Ihrer Kasse bekommen Sie beim Zahnersatz nur den Festzuschuss auf die Regelversorgung. Alles darüber tragen Sie selbst, und genau diese Differenz übernimmt der Zusatztarif je nach Stufe zu 50 bis 100 Prozent.

Welche Zahnzusatzversicherung ist die beste für Rentner?

Für Rentnerinnen und Rentner gilt dieselbe Rangfolge wie für alle ab 60: erst die Annahme, dann die Zahnstaffel, dann der Erstattungssatz. Weil die Annahme bei DA Direkt, DFV und NÜRNBERGER gleichermaßen gesichert ist, entscheidet die Zahnstaffel, und dort liegt DFV Exklusiv mit 1.750 Euro schon im ersten Jahr vorn.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung mit 50 Jahren noch?

Ja, in den meisten Fällen deutlich: Mit 50 stehen Ihnen noch alle Tarife und jede Stufe offen, fragefrei wie fragebasiert. Was Sie in diesem Alter zahlen, nennt erst der Rechner des Anbieters.

Was kostet eine günstige Zahnzusatzversicherung ab 50?

Einen festen Preis ab 50 gibt es nicht, verbindlich ist nur der Rechner des Anbieters. Zur Orientierung: Allianz nennt für MeinZahnschutz 75 ohne Alterungsrückstellung 27,10 Euro monatlich bei einer 60-jährigen Person, DA Direkt für Premium schon mit 40 einen Beitrag ab 27,90 Euro.