Sollte ich im Dunkeln mit meinem Hund Gassi gehen? Wann ist es zu spät, um mit meinem Hund spazieren zu gehen? Als Hundeeltern haben Sie sich diese Fragen wahrscheinlich auch schon gestellt. Es gibt keine allgemeingültige Antwort, da der Tagesablauf und die Situation jedes Einzelnen unterschiedlich sind. Zu den Gründen für Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit gehören kürzere Tage, längere Arbeitszeiten oder ein energiegeladener Welpe, der mehr als zwei Spaziergänge pro Tag benötigt. Aber ist der Gang im Dunkeln wirklich sicher?
Tipp 1: Gehen Sie gemeinsam Gassi
Wenn Sie andere Tierhalter kennen, die nachts mit ihrem Hund Gassi gehen, z. B. einen vertrauenswürdigen Nachbarn, dann sollten Sie überlegen, ob Sie Ihre Abendspaziergänge nicht gemeinsam unternehmen wollen. Wenn das nicht möglich ist, sei es, weil niemand zur Verfügung steht oder Ihr Hund lieber allein unterwegs ist, informieren Sie zumindest einen Freund oder ein Familienmitglied über Ihre nächtlichen Spaziergänge. Teilen Sie ihnen wichtige Details mit, z. B. wohin Sie gehen und wie lange Sie unterwegs sein werden.
Tipp 2: Führen Sie Ihren Hund immer an der Leine
Auch wenn es ruhig und friedlich ist, birgt die Nacht zusätzliche Gefahren wie nachtaktive Wildtiere. Je nachdem, wo Sie wohnen, können Sie und Ihr Hund bei Ihren nächtlichen Spaziergängen auf Dachse, Waschbären, Opossums und Kojoten treffen. Achten Sie darauf, dass Ihr bester Freund an Ihrer Seite bleibt und nicht hinter Wildtieren herjagt. Natürlich sollten Sie Ihren Welpen immer an der Leine führen, wenn Sie draußen unterwegs sind, unabhängig von Zeit und Ort.

Tipp 3: Nutzen Sie das richtige Equipment
Hunde und Hundehalter sind im Dunkeln schwer zu erkennen. Machen Sie sich mit leuchtender oder reflektierender Kleidung für Auto- und Radfahrer besser sichtbar. Sie müssen sich nicht verrückt machen und mehrere Leuchtartikel tragen; einer für Sie und einer für Ihren Hund sollte ausreichen. Einige der besten Produkte für nächtliche Spaziergänge mit Ihrem Hund sind ein reflektierendes Geschirr oder ein LED-Halsband und eine reflektierende Mütze oder ein Leuchtarmband für Sie selbst. Diese Artikel sind fast überall erhältlich, z. B. in Ihrer örtlichen Tierhandlung, in Sportgeschäften und im Internet.
Neben reflektierender Kleidung und Leine ist ein GPS-Tracker für Hunde zu empfehlen, denn wenn Ihr Hund doch mal ausbüxen sollte, wissen Sie immer genau, wo er gerade ist. Die meisten Geräte tracken in Echtzeit, mit unbegrenzter Reichweite, und Sie können sogar einen Weglaufalarm aktivieren, der Sie benachrichtigt, wenn Ihr geliebter Vierbeiner sich zu weit entfernt hat oder sogar verloren geht. Die Tracker können gemeinsam mit Freunden oder Dogwalkern genutzt werden.

Die beliebtesten GPS-Tracker für Hunde
Tipp 4: Bleiben Sie auf gewohnten Routen
Wenn Sie Ihre Spazierroute ändern, ist das eine gute Möglichkeit für Ihren Hund, neue Sehenswürdigkeiten und Gerüche zu erleben und sich geistig zu stimulieren. Am besten ist es jedoch, wenn Sie diese Art von Abenteuer für das Gassigehen am Tag reservieren. Wenn Sie mit Ihrem Hund nachts Gassi gehen, sollten Sie sich an eine geplante und bekannte Route halten. Wählen Sie gut beleuchtete und bekannte Gegenden, idealerweise mit intakten Bürgersteigen oder Spazierwegen.
Tipp 5: Raus mit den Kopfhörern
Auch wenn Gassigehen ein guter Zeitpunkt zu sein scheint, um Musik zu hören oder Ihren Lieblingspodcast zu lauschen, sollten Sie die Kopfhörer zu Hause lassen, wenn Sie nachts mit Ihrem Hund Gassi gehen. Das Abschalten setzt Sie und Ihren pelzigen Freund einem erhöhten Risiko aus. Sie sollten sich Ihrer Umgebung bewusst sein und alles um sich herum hören, von herannahenden Fahrzeugen über Menschen, die versuchen, mit Ihnen zu kommunizieren, bis hin zu schlechtem Wetter in der Ferne.

Tipp 6: Laden Sie Ihr Handy vorher auf
Es kann jederzeit etwas passieren, deshalb sollten Sie für den Notfall vorbereitet sein. Vergewissern Sie sich immer, dass Ihr Handy vollständig aufgeladen ist, bevor Sie und Ihr Hund sich auf den Weg machen, damit Sie bei Bedarf den GPS-Tracker nutzen oder Hilfe rufen können. Aber: Benutzen Sie Ihr Handy nicht beim Spazierengehen. Achten Sie immer auf Ihre Umgebung; alle SMS, Anrufe oder Benachrichtigungen, die Sie erhalten, können warten, bis Sie und Ihr Hund wieder zu Hause sind.
Tipp 7: Machen Sie sich mit den Reaktionen Ihres Hundes vertraut
Das Verhalten Ihres Hundes kann in der Nacht ganz anders sein als am Tag. Missverständnisse sollten vermieden werden, damit Sie im Notfall richtig reagieren können. Wenn Ihr Hund Angst verspürt, kann er dies in 4 verschiedenen Formen zum Ausdruck bringen:

- Erstarren (Bewegungslos)
- Flucht (Weglaufen)
- Kampf (Angriff)
- Herumalbern (aufgeregtes Spielen)
Halten Sie Ihren Hund lieber an der (LED-) Leine und nutzen Sie einen GPS-Tracker, um zusätzliche Sicherheit beim Gassigehen im Dunkeln zu garantieren.
Tipp 8: Vorsicht ist besser als Nachsicht
Bestimmte Geräte können bei der Selbstverteidigung helfen, falls Sie und Ihr Hund beim Gassigehen angegriffen werden. Zu den Optionen gehören Stroboskoplichter, Pfeffersprays und Alarme, die alle einen Angreifer aufhalten und Ihnen und Ihrem Hund genügend Zeit zur Flucht geben können. Egal, wofür Sie sich entscheiden, es ist wichtig, dass Sie Ihr Gerät zunächst zu Hause testen, damit Sie wissen, wie Sie es in einer brenzligen Situation einsetzen.