So gelang die Mega-ÜberraschungDeutscher Hobby-Radsportler schockt Rad-Titan Tadej Pogacar am Berg

Tadej Pogacar ist der erfolgreichste Radprofi seiner Generation. Zuletzt gewinnt der Slowene zum fünften Mal die Tour de France, es wirkt beinahe mühelos. Nun wird Pogacar geschlagen - allerdings bei einem Gaudirennen.
Von wegen unschlagbar: Tadej Pogacar ist entgegen anderer Lehrmeinungen doch zu besiegen. Auch am Berg. Und das zeigte dem nun fünfmaligen Tour-Champion am Sonntag ein Deutscher. Wenngleich unter nicht ganz gleichwertigen Bedingungen.
Bei der „Pogi Challenge“ in seiner slowenischen Heimat kam der Großmeister nur als Achter ins Ziel. Ganz vorne: Frederik Nießen, ein Arzt und sehr leistungsstarker Hobbyfahrer aus Deutschland. Nießen hatte in diesem Jahr bereits ein hartes Bergrennen am Großglockner in Österreich gewonnen.
Die Regeln der „Pogi Challenge“: Gut 1200 Amateure fahren den Krvavec-Anstieg hinauf, Pogacars Hausberg mit durchschnittlich acht Prozent Steigung auf zwölf Kilometern Länge. Pogacar lässt ihnen sieben Minuten Vorsprung und muss sie dann als Jäger einsammeln, zum Teil auf seiner eigenen abgesperrten Spur. 2025 lag nur ein Brite vor dem besten Radfahrer der Welt, diesmal waren sieben Fahrer nach mehr als 1000 zurückgelegten Höhenmetern eher oben.
„Unten gab es einen riesigen Stau und auch einen Crash. Da habe ich die ersten zwei Kilometer genutzt, um mich mit den anderen Fahrern zu unterhalten“, sagte der volksnahe Radsport-König, den die Niederlage aber dennoch wurmte: „Ich hatte die vergangenen Tage schlecht geschlafen und dann eben auch noch Pech.“
In der Tat hatte Pogacar viel um die Ohren: Beim großen „Pogi-Fest“ in seiner Heimatstadt Komenda gab es am Freitag ein Kriterium, das er gewann. Danach ließ er sich von vielen Tausend Fans feiern, kurvte auf einem Einrad über die Bühne, zeigte zu Eminem-Klängen Tricks und stand am Samstag schließlich im Mittelpunkt eines Familientages samt Kinderrennen - und am Sonntag ging es auf die Jagd. Sehr aktive Erholung, also.
Wann es für Pogacar wieder ernst wird, wenn es so etwas für den notorischen Spaßfahrer überhaupt gibt, ist offen. Am 22. August startet in seiner neuen Heimat Monaco die Vuelta - gut möglich, dass er die Spanien-Rundfahrt, die ihm in seiner Siegessammlung noch fehlt, mitnimmt.
Verwendete Quellen: ter/sid


