Lauf-Ass düpiert die WelteliteMohamed Abdilaahi zerstört Baumann-Rekord nach 26 Jahren!

Die Rekorde von Dieter Baumann haben nach dessen Karriereende lange Bestand. Jetzt hat Mohamed Abdilaahi die letzte Bestmarke der Lauf-Ikone in der deutschen Leichtathletik geknackt.
Lauf-Ass Mohamed Abdilaahi hat mit einem Traumlauf den letzten deutschen Freiluft-Rekord von Dieter Baumann ausgelöscht und beim Diamond-League-Meeting in Shanghai die Weltelite düpiert. Der 27 Jahre alte gebürtige Mönchengladbacher siegte über 3000 m mit der Jahresweltbestleistung von 7:25,77 Minuten und blieb fast fünf Sekunden unter Baumanns alter Marke aus dem Jahr 1998 (7:30,50).
„Ich habe vor dem Rennen schon an den Rekord gedacht. Das ist mein drittes Rennen in diesem Jahr und mein dritter deutscher Rekord, einfach unglaublich“, sagte Abdilaahi, der sich im Januar die Bestmarke im 10-km-Straßenlauf gesichert und im März den Baumann-Rekord über 10.000 m geknackt hatte.
Abdilaahi, der Baumann bereits 2025 die 5000-m-Rekord abgenommen hatte, setzte sich in Shanghai vor Reynald Cheruiyot (Kenia/7:26,11), dem WM-Dritten über 1500 m, und dem Schweden Andreas Almgren (7:26,48), WM-Dritter über 10.000 m, durch. Vierter wurde Ex-Weltmeister Timothy Cheruiyot aus Kenia. „Mit Almgren habe ich im letzten Trainingslager trainiert, da war ich etwas stärker. Das hat mir Selbstvertrauen und die Gewissheit gegeben, dass das Training gut läuft“, sagte Abdilaahi. In der „ewigen“ Bestenliste über die nicht olympischen, aber sehr traditionsreichen 3000 m setzte sich Abdilaahi auf den 15. Platz - vor Äthiopiens Laufikone Kenenisa Bekele.
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry war zuvor mit einer mäßigen Leistung in die Freiluftsaison gestartet. Die 27 Jahre alte Mannheimerin kam in Shanghai nicht über Platz acht mit 18,55 m hinaus. Damit blieb Mabry deutlich unter ihrer Bestleistung von 20,37 m, die sie im Februar bei der Hallen-DM in Dortmund erzielt hatte.
Überlegende Siegerin in Shanghai wurde die niederländische Weltmeisterin Jessica Schilder mit dem Diamond-League-Rekord von 21,09 m vor Hallen-Weltmeisterin Chase Jackson (USA/20,46). Schilder übertraf damit als erste Frau seit Valerie Adams im Juli 2012 die 21-Meter-Marke. Nur Adams hat in den vergangenen 25 Jahren weiter gestoßen als Schilder, die ihre bisherige Bestleistung 40 Zentimeter überbot.
Das Meeting in China war für Mabry der erste Start unter ihrem neuen Namen. Bis zu ihrer Heirat mit Footballprofi Tyler Mabry Ende März war sie als Yemisi Ogunleye an den Start gegangen. Saisonhöhepunkt ist für Mabry die EM im August in Birmingham, dort wird Schilder die große Favoritin sein. Seinen 16. Weltrekord verpasste Schwedens Stabhochsprung-Star Armand Duplantis knapp. Der Olympiasieger und Weltmeister, der sich im März auf 6,31 m gesteigert hatte, scheiterte nach im ersten Versuch übersprungenen 6,12 m dreimal an 6,32.
Verwendete Quellen: mar/sid


