Einst große Rivalin von Uschi DislBiathlon-Olympiasiegerin Galina Kuklewa ist tot

Galina Kuklewa ist tot.
Galina Kuklewa ist im Alter von 53 Jahren verstorben.
picture alliance/dpa | Jan Nienheysen

Die Biathlon-Welt verliert ein bekanntes Gesicht!
Galina Kuklewa ist mit nur 53 Jahren gestorben. Deutsche Wintersportfans verbinden mit der Russin vor allem ein dramatisches Olympia-Finish gegen Uschi Disl.

Galina Kuklewa stirbt mit 53 – Biathlon-Star soll an Krebs gelitten haben

Galina Kuklewa ist tot. Die Biathlon-Olympiasiegerin von 1998 starb nach Angaben des Russischen Biathlonverbands SBR in der Nacht auf Dienstag im Alter von 53 Jahren. Eine Todesursache nannte der Verband in seiner Mitteilung nicht. Der zweimalige Olympiasieger Dmitri Wassiljew (63) sagte der Nachrichtenagentur TASS, Kuklewa habe an einer schweren Krebserkrankung gelitten.

„Der Verband der Biathleten Russlands spricht den Angehörigen, Freunden, Kollegen und Schülern Galinas sein tiefstes Beileid aus”, heißt es in der Erklärung des SBR. Er würdigt die Verstorbene darin als Vorbild an Zielstrebigkeit, deren Erfolge kommende Generationen russischer Biathleten inspirieren würden.

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Sie war einst Uschi Disls große Rivalin: Galina Kuklewa gewann das Duell 1998

In Deutschland ist Kuklewas Name eng mit Uschi Disl (55) verbunden. Beim olympischen Sprint über 7,5 Kilometer 1998 in Nagano lieferten sich die beiden ein packendes Duell, das die Russin im Schlussspurt für sich entschied. Am Ende lag sie gerade einmal sieben Zehntelsekunden vor der deutschen Top-Athletin und sicherte sich Gold. Es war der größte Einzelerfolg ihrer Laufbahn.

Ihre Stärke lag vor allem in der Loipe. Kuklewa hatte ihre sportliche Laufbahn in den 1980er-Jahren im Skilanglauf begonnen, ehe sie zum Biathlon wechselte. Dank ihres starken Laufvermögens konnte sie Fehler am Schießstand oft wettmachen.

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Drei WM-Titel mit der russischen Staffel – so erfolgreich war die Biathlon-Olympiasiegerin

Die am 21. November 1972 im baschkirischen Ischimbaj geborene Sportlerin gehörte um die Jahrtausendwende zu den erfolgreichsten Biathletinnen der Welt. Mit der russischen Staffel wurde sie 2000, 2001 und 2003 Weltmeisterin, bei der WM 2000 in Oslo gewann sie zudem Silber im Massenstart. Bei Olympischen Spielen kamen mit der Mannschaft Silber 1998 und Bronze 2002 hinzu. Insgesamt stehen 23 Siege bei Weltcuprennen in ihrer Bilanz, neun davon holte sie in Einzelrennen.

Nach der Heim-WM 2003 in Chanty-Mansijsk beendete Kuklewa ihre Karriere. Dem Sport blieb sie treu: Sie lehrte an der Staatlichen Universität im sibirischen Tjumen und engagierte sich in der russischen Nachwuchsförderung. Für ihre Verdienste erhielt sie hohe staatliche Auszeichnungen, ihre Geburtsstadt Ischimbaj ernannte sie zur Ehrenbürgerin.

Verwendete Quellen: spot on news