Vor Wahl in seiner Heimat! Exklusiv! Felix Kroos wird plötzlich politisch: „Muss keinen Namen aussprechen“

Eigentlich spricht Felix Kroos nur über Fußball.
Über Jürgen Klopp, die Nationalmannschaft und darüber, was der neue Bundestrainer in Deutschland auslösen könnte. Doch dann wird der ehemalige Bundesliga-Profi und RTL-Experte ungewöhnlich politisch und herrlich ehrlich. Wenige Tage vor der Landtagswahl in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern äußert Kroos eine klare persönliche Haltung – ohne die Partei, auf die er anspielt, beim Namen zu nennen.
Felix Kroos über Klopp: „Er ist genau der Richtige“

Ausgangspunkt ist ein bemerkenswerter Auftritt von Jürgen Klopp. Bei der Vorstellung seines ersten Kaders als Bundestrainer spricht der Ex-Liverpool-Trainer nicht nur über Fußball, sondern auch über Deutschland, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Nationalstolz. „Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen, wenn ich ganz ehrlich bin“, sagt Klopp auf dem DFB-Campus. Sein Anliegen: Nationalstolz solle nicht extremistischen Kräften überlassen werden. Gleichzeitig wirbt Klopp für ein Deutschland, das offen, vielfältig und freundlich ist.
Worte, die Felix Kroos beschäftigen. „Erst mal hat es mich komplett abgeholt“, sagt der frühere Bundesliga-Profi. Gerade in der derzeitigen Situation sei es nicht leicht, Menschen zu erreichen. Bei Klopp habe er jedoch große Hoffnungen: „Ich glaube, er ist genau der Richtige, der das schafft.“
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Für Kroos kann die Nationalmannschaft dabei mehr sein als nur eine Fußballmannschaft. „Der Sport, der Fußball kann Menschen zusammenbringen. Das haben wir in der Vergangenheit immer wieder erlebt.“ Fußball könne aus seiner Sicht gerade in gesellschaftlich angespannten Zeiten eine verbindende Wirkung entfalten. Dafür brauche es „positive Atmosphäre“, Optimismus und das Gefühl, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.
Und Klopp? „Ich glaube, dass er einfach weiß, wie man Menschen mitnimmt. Spieler so wie auch Fans.“ Gleichzeitig schränkt Kroos ein: „Der Fußball kann das nicht alleine lösen.“
Dann spricht Kroos über die Wahl in seiner Heimat
Und genau an diesem Punkt wird das Gespräch politisch. Für Felix Kroos ist Mecklenburg-Vorpommern Heimat. Er wurde in Greifswald geboren, wuchs dort gemeinsam mit seinem Bruder Toni auf und wechselte später in den Nachwuchs von Hansa Rostock. Am Sonntag, 20. September, wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen.
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Der Greifswalder sagt dazu zunächst grundsätzlich: „Alles, was demokratisch ist, unterstütze ich.“ Mit einzelnen Parteien könnten sich viele Menschen derzeit möglicherweise nur schwer vollständig identifizieren, meint er. Dann wird der RTL-Experte deutlicher: „Womit man sich aber nicht schwertun sollte, ist, mit einer Partei sich nicht zu identifizieren. Ich glaube, da muss man keinen Namen aussprechen und weiß, wen ich da meine.“ Einen Parteinamen nennt Kroos tatsächlich nicht.
„Da kann ich nur hoffen, dass meine Heimat …“
Seine persönliche Hoffnung für den Wahlsonntag formuliert der Ex-Union-Berlin-Profi dennoch sehr deutlich: „Da kann ich nur hoffen, dass da meine Heimat, die Leute das Kreuz an der richtigen Stelle machen.“ Und weiter: „Da hoffe ich drauf. Und dass wir da ein einigermaßen ordentliches Ergebnis sehen werden.“
Welche Brisanz hinter seinen Worten steckt, zeigen die aktuellen Umfragen. Die Institute sehen SPD und AfD kurz vor der Wahl eng beieinander. Die Forschungsgruppe Wahlen kam am 17. September auf 37 Prozent für die SPD und 36 Prozent für die AfD. Eine nur einen Tag zuvor veröffentlichte INSA-Erhebung sah dagegen die AfD mit 37 Prozent vor der SPD mit 35 Prozent. Die Abstände liegen damit innerhalb beziehungsweise nahe der üblichen statistischen Fehlertoleranzen; Umfragen bilden lediglich die politische Stimmung zum jeweiligen Erhebungszeitpunkt ab.
Felix Kroos jedenfalls macht aus seiner persönlichen Haltung keinen Hehl – auch wenn bei Hansa Rostock ausgebildete Ex-Fußballer bewusst keinen Parteinamen ausspricht. Und damit schließt sich für ihn der Kreis zu Jürgen Klopp: Fußball könne Menschen verbinden und gesellschaftlich etwas anstoßen. Die politische Entscheidung am Sonntag aber treffen die Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern selbst.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche


































