Bei „Die Höhle der Löwen” liegen Freude und Enttäuschung selten so nah beieinander!Gründer Andreas erfüllt Ralf Dümmels Kindheitstraum – und Janna Ensthaler platzt der Kragen

Andreas Schneid (r.) präsentiert Drum Revolution, ein Lernvideospiel für Schlagzeuger. Investor Ralf Dümmel macht den Praxistest.
Andreas Schneid (r.) präsentiert Drum Revolution, ein Lernvideospiel für Schlagzeuger. Investor Ralf Dümmel macht den Praxistest.
RTL / Bernd-Michael Maurer

„Wirklich, ich wollte als Kind ... das war mein Traum!”
Wir haben schon des Öfteren gesehen, dass die „Die Höhle der Löwen”-Investoren bei der richtigen Erfindung ganz schön emotional werden können. Auch in Folge 7 (am 6. April bei VOX und schon jetzt auf RTL+ zu sehen) trifft ein Gründer voll ins Schwarze. Doch die Freude hält nicht lange an ...

„Die Höhle der Löwen”-Gründer Andreas will mit „Drum Revolution” durchstarten

Als Andreas Schneid „Die Höhle der Löwen” (Folge 7 schon jetzt auf RTL+ streamen) betritt, wird es musikalisch. Der Drummer und Musiklehrer möchte die Investoren für sein Computerspiel „Drum Revolution” gewinnen, mit dem Anfänger das Schlagzeugspielen spielerisch lernen können.

Insbesondere bei einem Löwen trifft der Musiker damit einen Nerv: Ralf Dümmel ist gleich angetan und als der Gründer dann auch noch fragt, ob jemand das Spiel ausprobieren möchte, springt der Unternehmer gleich auf. „Das war mein Traum, darf ich?“, ruft er voller Begeisterung und erklärt weiter: „Wirklich, ich wollte als Kind ... das war mein Traum.“ SO aus dem Häuschen sieht man Ralf Dümmel selten. Und auch Janna Ensthaler fällt auf: „Guck mal, wie er lächelt.“

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Ralf Dümmel gibt bei „Die Höhle der Löwen” seltenen Einblick in seine Kindheit

Und dann gewährt der Investor auch noch einen seltenen Einblick in seine Kindheit. Er erzählt: „Ich war zwölf Jahre alt und wollte in meinem Leben immer Schlagzeug spielen und hab’ zu meinen Eltern gesagt: ‘Ich wünsche mir ein Schlagzeug zu Weihnachten’.” Doch wie das oft so ist, wurde Ralf Dümmel genau dieser Wunsch nicht erfüllt: „Dann hat meine Mutter mir im Nachhinein erzählt: ‘Ein Schlagzeug im Reihenhaus, Nachbarn’ und haben mir eine elektronische Orgel geschenkt. Ich war todunglücklich.“

Aber das war noch lange nicht das Ende der Geschichte: „Dann haben sie mir ‘nen Lehrer bestellt, der mir Unterricht gibt. Und zur ersten Stunden kam der besoffen, ist uns bei uns in den Vorgarten gefallen besoffen und dann war meine Musikkarriere zu Ende – das ist meine Geschichte.“

Umso glücklicher ist Ralf Dümmel, dass er nun bei „Die Höhle der Löwen” die Möglichkeit bekommt, Schlagzeug zu spielen. Voller Freude testet er das Spiel von Gründer Andreas und sein Fazit lautet: „Das ist ja witzig. [...] Das macht Spaß. [...] Andreas, du hast mir einen Traum erfüllt. [...] Vielen, vielen Dank für die Erfahrung.“

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Alles scheint perfekt, besser kann ein Pitch doch gar nicht laufen, oder? Doch während Ralf Dümmels Traum in Erfüllung geht, löst sich der von Gründer Andreas innerhalb kürzester Zeit in Schall und Rauch auf.

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„Hört auf mit dem Scheiß!” Janna Ensthaler platzt bei „Die Höhle der Löwen” der Kragen

Wie man es aus „Die Höhle der Löwen” kennt, möchten die Investoren nun ein paar Zahlen, Daten und Fakten zum Startup hören. Andreas Schneid erklärt, wie viel Geld er bereits in sein Unternehmen gesteckt hat – „ziemlich genau um die 440.000” – und woher er diese Summe hatte: „Dann konnte ich zwei erste Investoren gewinnen plus für unseren Prototypen die Computerspiele-Förderung des Bundes.” Umsatz habe der Gründer auch schon gemacht, allerdings nur etwa 1.100 Euro in einem halben Jahr.

Das ist zu viel für Investorin Janna Ensthaler, der Löwin platzt der Kragen: „Boah, das ist genau für mich dieses Thema. So bisschen Realitätsverlust. Lass mal echt realistisch werden hier: Du kommst mit nem Mini-Umsatz, wie kommst du auf die Bewertung, dann ist das echt ein Nischen-Computerspiel, dann hast du so viel Geld da reingesteckt.” An dieser Stelle hakt Investoren-Kollege Frank Thelen ein: „Viel öffentliches Geld!” Und genau DAS macht Janna Ensthaler wütend: „Die öffentlichen Fördertöpfe sind manchmal so blind. Das ist unser Steuergeld, das wird in Sachen gesteckt, wo das wirklich nie wieder zurückkommen kann.” Und „an alle öffentlichen Fördertöpfe” gerichtet, fügt sie hinzu: „Hört auf mit dem Scheiß! Wir brauchen das Geld für viel wichtigere Dinge. Wir sind heute in Deutschland wirklich darauf angewiesen, dass wir vorankommen.”

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Doch damit hat die Löwin sich noch lange nicht alles von der Seele geredet, was sie ärgert. An Gründer Andreas gerichtet, erklärt sie: „Es wird auf gar keinen Fall was. Schon gar nicht, wie du es aufziehst.” Angebot und Forderung des Gründers findet Ensthaler „frech”. „Wenn du wirklich jemanden von uns haben wollen würdest, dann müsstest du kleinere Brötchen backen, und dann wären wir von Anfang an mit dabei. [...] Es tut mir leid, aber vielleicht ist es gut, wenn mal schnell ein Traum zerplatzt und: Ich bin raus.”

„Ne ziemliche Packung abgeholt!” Kein Investment für „Drum Revolution”

Natürlich versucht der Gründer nach diesem Feedback, sein Image vor den anderen Investoren noch zu retten. Doch einer nach dem anderen sagt „Ich bin raus” und sogar Ralf Dümmel glaubt am Ende nicht an den Erfolg des Produkts, mit dem sein Traum aus Kindertagen endlich wahr wurde. Auch er findet: „Die Firmenbewertung ist ‘ne Frechheit.” Außerdem sei es nicht sein Business.

So verlässt Andreas am Ende ohne Investment und sichtlich mitgenommen „Die Höhle der Löwen”. Sagt später, dass er sich „ne ziemliche Packung abgeholt” habe.

Doch eines kann dem Gründer keiner mehr nehmen: Er hat Ralf Dümmel einen Kindheitstraum erfüllt – und wer kann das schon von sich behaupten?

„Die Höhle der Löwen” jeden Montag auf VOX und jederzeit im Stream auf RTL+

Streaming Tipp
Die Höhle der Löwen
Jetzt auf RTL+ streamen

Die ganze Folge „Die Höhle der Löwen” seht ihr am Montag, 6. April um 20.15 Uhr bei VOX – oder schon jetzt vorab im Stream auf RTL+. Dort erfahrt ihr auch, warum Carsten Maschmeyer einer Gründerin plötzlich einen Job in seinem Unternehmen anbietet.

Schon gewusst? Auf RTL+ findet ihr auch komplette ältere Staffeln der beliebten Gründer-Show – von 2014 bis heute.

Verwendete Quelle: RTL+