Ablenkung im StraßenverkehrHandy am Steuer! ADAC fordert mehr Kontrollen und bringt extra Blitzer ins Spiel
Schnell eine Nachricht lesen, kurz auf WhatsApp antworten oder die Route prüfen – für viele Verkehrsteilnehmer gehört das zum Alltag. Obwohl das verboten ist, zeigt eine aktuelle ADAC-Untersuchung: Noch immer greifen viele Menschen während der Fahrt zum Smartphone. Der Automobilclub fordert deshalb strengere Kontrollen und will sogar Handy-Blitzer in NRW.
Fast 30 Meter im Blindflug
Laut der Untersuchung nutzen rund 2,7 Prozent der Autofahrer während der Fahrt ihr Smartphone. Bei Rad- und E-Scooter-Fahrern liegt der Anteil bei 1,4 Prozent. Dabei kann schon ein kurzer Blick aufs Display gefährlich werden. Wer bei Tempo 50 im Auto nur zwei Sekunden nicht auf die Straße schaut, legt fast 30 Meter im Blindflug zurück.
ADAC offen für Handy-Blitzer
Um die Zahl der Verstöße zu senken, fordert der ADAC mehr Kontrollen. Neben Polizeikontrollen bringt der Automobilclub auch sogenannte Handy-Blitzer ins Gespräch. Die Technik soll automatisch erkennen, ob Fahrer während der Fahrt ein Smartphone benutzen. Ein mögliches Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen hält der ADAC grundsätzlich für denkbar.
Neue Autos beobachten die Aufmerksamkeit
Auch die EU setzt künftig auf mehr Technik gegen Ablenkung. Neue Fahrzeuge müssen mit Assistenzsystemen ausgestattet sein, die erkennen sollen, wenn Fahrer nicht auf die Straße achten. Das sogenannte ADDW-System überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers und warnt bei Ablenkung. Kritiker sehen solche Systeme allerdings skeptisch und warnen vor mehr Überwachung im Auto.
Mit diesen Strafen müsst ihr rechnen
Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, muss 100 Euro Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Für Radfahrer werden 55 Euro fällig. Einen Punkt gibt es auf dem Fahrrad nicht.

































