„Das perfekte Dinner” am Donnerstag im RuhrpottDiese Soßen-Zutat könnten manche ziemlich eklig finden
Erst sieht die Soße alles andere als appetitlich aus – dann soll sie mit Süße und Tiefe punkten.
Tim (38) aus Castrop-Rauxel lädt am Donnerstag zum Dinner unter dem Motto „Der Nusskönig“ ein. Sein Menü bringt Ziegenkäse, Rinderbraten und Mandelkuchen zusammen. Doch ausgerechnet eine halbe Flasche aus dem Getränkeregal wird beim Kochen zum größten Gesprächsthema.
Erst fragwürdig, dann typisch Ruhrpott

Für seinen Hauptgang „In US-Wein eingelegtes Vieh“ bereitet Tim eine Soße zu, bei deren Anblick selbst der Gastgeber nichts schönreden kann. „Das sieht erst mal nicht sehr appetitlich aus“, gibt er offen zu. In den Topf wandert ungefähr eine halbe Flasche Cola – und damit löst sich das Rätsel um die geheimnisvolle Zutat. Zusammen mit Gewürzen soll sie karamellisierte Süße und zusätzliche Tiefe in den Rinderbraten bringen. Was zunächst nach einer kleinen Küchenmutprobe klingt, kommt der Runde erstaunlich vertraut vor: Alle Mitstreiter bestätigen, dass Cola auch für Currysoße verwendet wird. Damit landet Tims Experiment mitten in der Ruhrgebiets-Küche. Currywurst mit Pommes gehört hier schließlich für viele zum Feierabend nach der Schicht – bodenständig, deftig und ohne kulinarische Berührungsangst.
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Tim macht aus der ungewöhnlichen Kombination keine große Wissenschaft. Die Cola ist für ihn kein süßer Fremdkörper, sondern ein praktischer Geschmackshelfer. Ein bisschen Getränkeregal, ein bisschen Bratentopf – im Ruhrpott darf Küche eben auch unkompliziert überraschen.
Der Nusskönig kocht im früheren Zechenhaus
Das Motto zieht sich konsequent durch das Drei-Gänge-Menü: Zum Auftakt trifft Ziegenkäse auf Salat und karamellisierte Nüsse. Danach serviert der Kandidat seinen Rinder-Cola-Braten mit Kartoffel und Rosenkohl. Zum Dessert verbindet Tim mallorquinischen Mandelkuchen mit Eis und Barraquito – „Mallorca trifft Teneriffa“, wie der Gang verheißt.

Gekocht wird in einem ehemaligen Zechenhaus, das Tim umfassend umgebaut hat. Aus vielen kleinen Räumen entstand ein offener Wohnbereich mit Weinkühlschrank und einem Anbau, der das Wohnzimmer bis in den Garten verlängert. Normalerweise lebt Tim hier mit seinem Freund Patrick und Zwergschnauzer Felix. Für den Dinner-Abend sind beide ausquartiert. Nur die offene Wohnküche fordert den Gastgeber heraus: Insgeheim hätte er beim Kochen gern eine Tür hinter sich, damit niemand seinen Flow stört. Ob Menü, Cola-Soße und Nusskrone am Ende viele Punkte bringen, bleibt vorerst das Geheimnis der Runde.
Verwendete Quellen: VOX

































