Neue Details nach tödlichem Unfall in DinslakenZwei tote Kinder! Unfallfahrerin wohl schonmal wegen Ohnmacht verunglückt
Nach dem schweren Unfall am Mittwochmorgen (27.05.) im Hagenviertel in Dinslaken (Kreis Wesel) stehen Schüler, Eltern und Anwohner unter Schock. Zwei zwölfjährige Jungen kamen ums Leben, nachdem sie auf dem Weg zur Schule von einem Auto erfasst wurden. Während Seelsorger die Betroffenen betreuen, laufen die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks auf Hochtouren.
Große Trauer am Unfallort
Ein Meer aus Kerzen, Blumen und Kuscheltiere liegt an der Unfallstelle im Dinslakener Hagenviertel. Viele Menschen kommen vorbei, um der beiden verstorbenen Jungen zu gedenken. Die Anteilnahme in der Stadt ist groß. Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen (27.05.) nur wenige Meter vom Otto-Hahn-Gymnasium entfernt. Drei zwölfjährige Jungen waren mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule, als eine 47-jährige Autofahrerin plötzlich die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Das Auto erfasste die Kinder frontal, prallte anschließend gegen mehrere geparkte Fahrzeuge und kam erst an einer Hauswand zum Stehen. Zwei Jungen wurden lebensgefährlich verletzt und starben später im Krankenhaus. Das dritte Kind erlitt leichte Verletzungen.
Ermittler prüfen möglichen Ohnmachtsanfall
Die Autofahrerin befindet sich weiterhin im Krankenhaus und konnte bislang noch nicht von der Polizei vernommen werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Frau schon vor rund einem Jahr wegen eines Ohnmachtsanfalls einen Unfall verursacht haben. Demnach trug sie offenbar einen sogenannten Ereignisrekorder. Ein Gerät, dass den Herzrhythmus aufzeichnet. Die Daten dieses Geräts sollen nun ausgewertet werden. Zusätzlich wurde ein Sachverständiger eingeschaltet, um die genaue Ursache des Unfalls zu klären. Gegen die 47-Jährige wird derzeit wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Nach Informationen von RTL WEST besitzt die Frau einen gültigen Führerschein.
Seelsorger betreuen Schüler und Angehörige
Am Otto-Hahn-Gymnasium versuchen Notfallseelsorger gemeinsam mit Lehrern und Betreuungskräften, den Schülern bei der Verarbeitung des Geschehens zu helfen. Auch an der Unfallstelle stehen Seelsorger Angehörigen, Mitschülern und Augenzeugen zur Seite. Die Polizei betont, die Ermittlungen möglichst schnell und sorgfältig abschließen zu wollen, um den Hinterbliebenen Antworten auf die vielen offenen Fragen geben zu können. Schon kurz nach dem Unfall hatten Ermittler erklärt, dass das Schadensbild auf eine möglicherweise hohe Aufprallgeschwindigkeit hindeute. Wie schnell die Frau tatsächlich fuhr und ob gesundheitliche Probleme eine Rolle spielten, ist bislang noch unklar. Für Freitag (29.05.) ist in Dinslaken eine Schweigeminute geplant.

































