Künstler aus dem Ruhrgebiet entwirft Figuren in HandarbeitVon Oberhausen nach New York! Puppen weltweit auf der Bühne
Ein Hund namens Max und ein gelber Puschel namens Popcorn – sie wirken wie Figuren aus einer Kindersendung. Tatsächlich stammen die Puppen aus Oberhausen in NRW. Doch ihre Reise geht weit darüber hinaus: Ihre neue Bühne ist New York. Hinter ihnen steckt der Puppenbauer Dirk Heimes, der mit viel Geduld und Kreativität Figuren erschafft, die inzwischen international gefragt sind.
Vom Hobby zum Handwerk
Angefangen hat alles vor rund 13 Jahren als Hobby. Dirk Heimes brachte sich das Puppenbauen selbst bei – mithilfe von Büchern und viel Ausprobieren. Die ersten Versuche bezeichnet er inzwischen selbst als „unglaublich hässlich“ – sie landeten direkt im Müll. Doch er blieb dran. Mit jeder neuen Figur wurde er besser. Inzwischen ist aus dem einstigen Hobby ein eigenes Gewerbe geworden, das er in aufwendiger Handarbeit neben seinem Beruf als IT-Spezialist betreibt.
Puppen werden zu Publikumslieblingen
Über Instagram kam schließlich der Kontakt in die USA zustande: Heimes lernte den New Yorker Künstler Ed Heck kennen. Der Pop-Art-Artist, dessen Werke weltweit in Galerien zu sehen sind, war sofort begeistert von den Figuren aus Oberhausen – besonders von Max und Popcorn. Gemeinsam mit seiner Frau Kimmy nahm er die Puppen mit auf Reisen, etwa auf Kreuzfahrtschiffe und zu Kunstausstellungen. Dort wurden sie schnell zum Publikumsliebling: Gäste, Crewmitglieder und Sammler fragten gezielt nach den beiden Figuren. Inzwischen sind Max und Popcorn fester Bestandteil des Teams und gehören zur Familie Heck – vor allem für Kimmy, die mit ihnen mittlerweile auch Kindermusik macht.
Kreativität kennt keine Grenzen
Neben Max und Popcorn entwirft Dirk Heimes zahlreiche weitere Figuren. Seine Kreativität kennt dabei kaum Grenzen. So entstand unter anderem ein spielbarer „Mettigel“ – inspiriert von einem Partyklassiker aus dem Ruhrgebiet. Rund 60 Stunden Arbeit stecken in jeder einzelnen Puppe. Dabei werden Hunderte Einzelteile verarbeitet – alles in präziser Handarbeit.
Erfolg über die Region hinaus
Eine Figur kostet zwischen 1.800 und 2.000 Euro. Für Heimes ist es immer ein besonderer Moment, wenn eine fertige Puppe sein Atelier verlässt. Gleichzeitig überwiegt der Stolz: Seine Arbeiten sind längst nicht mehr nur im Ruhrgebiet zu sehen, sondern weltweit im Einsatz.

































