Studie der Universität BonnUni eröffnet Supermarkt – Forscher sammeln Daten zum Einkaufsverhalten

von Patricia Brinkmann

Die Universität Bonn hat einen eigenen Supermarkt eröffnet. Die Fläche ist zwar überschaubar, aber das Angebot ist recht vielfältig. Es gibt rund 700 verschiedene Produkte. Um in dem Laden einkaufen zu dürfen, gibt es aber eine Voraussetzung.

Experiment rund um Rezeptpakete

Auf 57 Quadratmetern bietet die Universität Bonn Lebensmittel an. Aber nur Ausgewählte haben Zugang, denn das Ganze ist für Forschungszwecke. Für das Team ist der Laden Teil eines Experiments. Die Forscher wollen wissen: Greifen die Tester bei Rezeptpaketen zu? Im Laden geben die Wissenschaftler Käufern Kochinspirationen mit Plakaten und Flyern. Dafür liegen alle Zutaten in einem Regal bereit. Sollten die Probanden das Angebot oft nutzen, will die Gruppe um Dominic Lemken das Wissen teilen, erklärt er: „Es wird Gespräche mit Supermärkten darüber geben, wie sie sich so was vorstellen können. Aber es sind natürlich auch Organisationen, die sich grundsätzlich mit gesunder Ernährung auseinandersetzen.“

Studie endet bald

120 Tester machen bei der Studie mit. Sie ist Ende Januar vorbei. Dann werden die Daten analysiert. Damit der Laden realistisch wirkt, hat die Uni ihn professionell mit richtigen Supermarktregalen ausstatten lassen.

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Einkaufen mit Gutschein

Für das Einkaufen bekommen die Teilnehmer einen 20 Euro Gutschein. Der ist gleichzeitig die Aufwandsentschädigung fürs Mitmachen. Online werden Probanden immer wieder gesucht. Zum Schluss heißt es für die Kunden: Fragebogen ausfüllen. So wollen die Forscher zusätzliche Informationen bekommen. Die Ergebnisse der Studie gibt es Ende des Jahres.