Was bringt das Kraftstoffmaßnahmenpaket?Tankstellen dürfen nur noch um 12 Uhr Spritpreise erhöhen
Um 12 Uhr am Mittwoch (01.04.) ist an NRWs Zapfsäulen Showtime: Denn Tankstellen dürfen ihre Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöhen. Aber ist das jetzt gut für uns Autofahrer? Oder bringt das gar nichts?
Das hat sich an den Spritpreisen geändert
Abgefahrene Preise kennen die Verbraucher schon. Noch nie war der Sprit so teuer wie im März 2026. Einen Ansturm gab es zumindest an einer freien Tankstelle in Leverkusen kurz vor Mittag nicht. Den Autofahrern qualmt nur noch der Kopf. Um 12 Uhr kommt für sie dann der nächste Preisschock: „Super“ schießt dort um 15 Cent pro Liter in die Höhe. RTL WEST vergleicht acht Tankstellen in Köln. Überall steigen die Kosten, aber unterschiedlich. Zum Beispiel Diesel: Der liegt zwischen knapp 2,33 und 2,39 pro Liter. So teuer war der noch nie. Nochmal anheben ist am selben Tag aber nicht mehr drin, sonder erst am nächsten wieder. Gesenkt werden kann immer. So will es das sogenannte Kraftstoffmaßnahmenpaket von Union und SPD.
So könnt ihr am günstigsten tanken
Seit dem Iran Krieg explodieren die Spritpreise, vor allem in Deutschland. Für Herbert Rabl vom Tankstellen Interessenverband ist das Abzocke. Darunter leiden auch die Tankstellen. Denn: Die Kunden sind sauer und kaufen weniger im Shop. Der ist die Haupteinnahmequelle für die Betreiber. Wenn es jetzt an den Zapfsäulen nicht billiger wird, muss der Staat reagieren, sagt Laura Scherer vom ADAC. Sie wundert es nicht, dass Autofahrer kurzfristig nach dem Kraftstoffmaßnahmenpaket keine Entlastung spüren. Deshalb fordert sie, dass die Energiesteuer gesenkt wird. Vorausgesetzt, das kommt auch wirklich den Verbrauchern zugute und nicht den Mineralölkonzernen. Steuern und Abgaben machen rund die Hälfte des Spritpreises aus. Im Gespräch ist außerdem, die Kfz-Steuer zu senken. Entschieden ist aber noch nichts. Der ADAC empfiehlt: Wer vor dem Urlaub etwas sparen will, steht vor 12 Uhr an der Zapfsäule. Was auch hilft, sind Apps, die Preise vergleichen. Je nach Route sollten Urlauber gegebenenfalls im Ausland tanken.

































