Rückerstattung auf „Knopfdruck“Steuererklärung kinderleicht? Neue App soll alles einfacher machen

von Parviz Khosrawi

Nur ein Klick - und schon ist die Steuererklärung fertig. So hört es sich zumindest an, wenn man den Pressetext des NRW-Finanzministeriums liest. Seit Mittwoch (01.07.) kann jeder seine Steuererklärung mit dem Smartphone machen.

Neue App soll Bürokratie abbauen

Es soll alles ganz einfach sein: „MeinELSTER+“-App runterladen und los geht es. Die App arbeitet direkt mit den Zahlen der Finanzämter in NRW. Sie haben ja Daten der Bürger vorliegen: Wer was verdient, steht alles im Lohnsteuerbescheid. Jeder Nutzer soll nur noch checken, ob alles passt, eventuell noch ein paar Belege einscannen, abschicken - fertig. Aber genau dieses Modell ist nicht für jeden etwas - sagt Steuerberater Pascal Hill aus Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss). „Das Angebot ist erstmal an einen begrenzten Personenkreis gerichtet.“ Weiter erklärt er: „Nämlich an ledige und kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie an Personen, die eine Rente oder eine Pension beziehen. Das heißt, wenn jemand nebenbei noch Einkünfte durch Vermietungen erzielt, dann fällt er aus dem Angebot schon raus.”

Finanzministerium hofft auf hohe Nutzung

Laut NRW-Finanzministerium soll die App das Leben der Bürger erleichtern und Bürokratie abbauen. Dirk Günnewig ist Staatssekretär in der Behörde und sieht in der neuen App nur Vorteile. Das Finanzamt schlägt mit den vorhandenen Daten eine Steuererklärung vor. Der Nutzer kann dann zustimmen oder nicht. Das soll den Bürgern helfen, schneller zu einer möglichen Rückerstattung zu kommen und in den Ämtern für weniger Belastung beim Personal sorgen. Die Bürger sind geteilter Meinung.

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Vor dem Abschicken alles überprüfen

Nach dem Abschicken wird ein Einkommensteuerbescheid erstellt. Sollte er falsch oder unvollständig sein, hat jeder Bürger genau vier Wochen Zeit, dagegen Einspruch einzulegen. Danach ist keine Änderung mehr möglich.