ADAC: Mineralölkonzerne greifen Autofahrern tief in die TascheTankrabatt ist Geschichte! Benzinpreise steigen 

von Stefan Efferth

Am Mittwoch (01.07.) ist in Deutschland der befristete Tankrabatt geendet. Dadurch stiegen die Kraftstoffpreise erwartungsgemäß wieder deutlich an.

Was war der Tankrabatt?

Der Tankrabatt war eine kurzfristige Steuerentlastung für Benzin und Diesel. Die Bundesregierung hat die Energiesteuer auf beide Kraftstoffe um rund 14,04 Cent je Liter gesenkt. Zusammen mit dem darauf wegfallenden Mehrwertsteueranteil ergibt sich eine Entlastung von knapp 17 Cent pro Liter. Die Maßnahme galt nur für zwei Monate: vom 01. Mai bis zum 30. Juni 2026. Für den Bund waren das rund 1,6 Milliarden Euro, die nicht kassiert wurden. Ziel war, Verbraucher und die Wirtschaft in einer Phase mit stark erhöhten Kraftstoffpreisen schnell und unbürokratisch zu entlasten. Auslöser waren Sorgen vor weiteren Preissteigerungen im Zusammenhang mit dem Iran-Nahost-Konflikt und den damit verbundenen Einfluss auf die Öl- und Kraftstoffmärkte. Die Regierungskoalition hatte die Senkung der Energiesteuer am 12. April beschlossen und der Bundestag am 24. April 2026 bestätigt.

Preise steigen wieder

Mit dem Auslaufen des Rabatts gilt seit dem 01. Juli wieder der alte, höhere Steuersatz. Tankstellen dürfen ihre Preise seit dem 01. April nur noch einmal täglich erhöhen: um 12 Uhr. Preissenkungen bleiben jederzeit erlaubt. Nach Analysen des ADAC sind die niedrigsten Preise jeweils kurz vor der Mittagszeit zu finden. Viele Autofahrer haben deshalb versucht am Mittwoch (01.07.) kurz vor 12 Uhr noch günstig zu tanken. Schon am Dienstag (30.06.) wurden teilweise höhere Durchschnittspreise beobachtet, noch bevor der Rabatt offiziell auslief. Besonders Pendler und Lieferdienste stehen von nun an wieder vor deutlich höheren Fahrtkosten.

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Kritik: Entlastung kam nicht immer vollständig an

Der Tankrabatt war von Anfang an umstritten. Kritiker bemängelten, dass die staatliche Entlastung nicht immer vollends an die Kunden weitergegeben wurde. Die Monopolkommission hat die Preise wöchentlich verfolgt. Ihr Fazit: Der durchschnittliche Preisrückgang lag bei Benzin und Diesel zwischen 15 und 16 Cent, nicht bei der vollen 17 Cent. Für Diesel wurde von einigen Institutsrechnungen sogar nur eine Weitergabe von rund 12 Cent pro Liter berechnet.