41 Tore für den guten ZweckSolidarfonds-Cup in Bochum! Nachwuchsteams erspielen Geld für ihre Vereine
Beim Solidarfonds-Cup in Bochum zählt jeder Treffer doppelt: Er bringt die Mannschaft dem Turniersieg näher und lässt zugleich die Spendensumme wachsen. Für jedes Tor zahlt die Solidarfonds-Stiftung NRW 30 Euro. Insgesamt 41-mal landete der Ball im Netz und am Ende wurden daraus mehrere Tausend Euro für die Kinder- und Jugendarbeit.
Acht Mannschaften kicken für ihre Vereinskassen
Sieben C-Jugend-Mannschaften und sogar ein jüngeres D-Jugend-Team traten bei der vierten Ausgabe des Benefizturniers am Sonntag (27.09.) gegeneinander an. Die Kinder spielten dabei nicht nur für andere, sondern füllten gleichzeitig die Kassen ihrer eigenen Vereine: Jede teilnehmende Mannschaft erhielt 500 Euro, dem Turniersieger winkte mit 1.000 Euro sogar die doppelte Summe. Verwendungsmöglichkeiten für das Geld hatten die Nachwuchskicker schon genug. „Wir holen uns wahrscheinlich neue Trainingsanzüge oder so was in der Art“, erklärte ein Teilnehmer. Andere wünschten sich neue Trikots oder hatten einen deutlich kulinarischeren Plan: „Wir wollen als Mannschaft Döner essen.“
Mehr als 65.000 Euro für die Nachwuchsarbeit
Möglich macht das Turnier die Solidarfonds-Stiftung NRW. Seit mehr als 35 Jahren setzt sie sich für Kinder und Jugendliche ein und unterstützt Schul-, Sozial- und Bildungsprojekte im ganzen Land. RTL WEST begleitet die Arbeit seit vielen Jahren als Medienpartner. Der Solidarfonds-Cup ging in Bochum bereits in seine vierte Runde. Seit dem ersten Anpfiff wurden rund um das Turnier mehr als 65.000 Euro an Sportvereine ausgeschüttet. Sie sind für die Kinder- und Jugendarbeit bestimmt. Stiftungsvorstand Michael Kohlmann erklärt, warum ihm das Engagement besonders wichtig ist: „Sport integriert. Sport schafft Freundschaften.“ Er sei ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung von Kindern, weshalb der Cup für die Stiftung ein echtes Herzensprojekt sei.
Ein besonderes Erlebnis neben dem Platz
Auch abseits der Fußballspiele wurde den Kindern einiges geboten. BVB-Maskottchen Emma und VfL-Maskottchen Bobbi Bolzer besuchten das Turnier. Sie sorgten bei den jungen Spielern für Begeisterung. Hinzu kamen die Cheerleader der ETG Recklinghausen, die ihr Können bereits bei einem internationalen Wettbewerb in Orlando gezeigt haben. Das Rahmenprogramm und der soziale Gedanke machten den Cup für die Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis. „Die Sache, um die es hier geht, ist auch ganz klar ein guter Zweck. Und das macht uns auch noch mehr Spaß“, sagte einer der Spieler. Ein anderer brachte den Charakter des Turniers auf den Punkt: „Auf allen Seiten gibt es nur Gewinner.“
Horsthausen gewinnt das Finale mit 4:0
Sportlich setzte sich am Ende die SpVgg Horsthausen durch. Im Finale besiegte die Mannschaft den SV Langendreer 04 deutlich mit 4:0 und sicherte sich damit den Turniersieg sowie das erhöhte Preisgeld. Bei der anschließenden Siegerehrung waren auch ehemalige Profis aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga dabei. Den Pokal übergab BVB-Legende Norbert „Nobby“ Dickel persönlich. Für ihn erfüllen Veranstaltungen wie der Solidarfonds-Cup noch eine weitere wichtige Aufgabe: „Wir müssen die Kinder wieder ein bisschen mehr an die frische Luft kriegen.“ Turniere, bei denen die jungen Teilnehmer gemeinsam Erfolgserlebnisse sammeln könnten, seien dafür „sehr, sehr wichtig“.
Stiftung rundet die Spendensumme großzügig auf
Insgesamt hieß es beim Turnier 41-mal: Tor für den guten Zweck. Bei jeweils 30 Euro pro Treffer beließ es die Solidarfonds-Stiftung allerdings nicht, sondern rundete die Summe großzügig auf. Jeweils 2.500 Euro gingen an zwei Sportvereine, die besondere Angebote für Kinder mit Behinderung ermöglichen. Damit flossen insgesamt 5.000 Euro in inklusive Projekte, in denen gemeinsamer Sport und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt stehen.
Gemeinsam tanzen und Handball spielen
Einer der geförderten Vereine ist die ETG Recklinghausen mit ihrer Tanzgruppe Spotlight. Botschafter Carsten Kurzawa erklärt: „Da geht es um Inklusion. Da geht es um Kinder mit geistigen und körperlichen Einschränkungen, die gemeinsam tanzen.“ Weitere 2.500 Euro erhielten die TuRBO RaBBITS des TuRa Rüdinghausen. Dort spielen Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, geistigen Behinderungen oder anderen Einschränkungen gemeinsam Handball, wie Trainerin Anja Jungkeim berichtet. Das Geld soll dabei helfen, diese Angebote fortzuführen und den Kindern besondere sportliche Erlebnisse zu ermöglichen.
Aus jedem Tor wird konkrete Hilfe
Der Solidarfonds-Cup verbindet Fußball, Nachwuchsförderung und soziales Engagement. Während die teilnehmenden Mannschaften Geld für ihre eigene Kinder- und Jugendarbeit erspielten, profitierten zugleich inklusive Tanz- und Handballprojekte von den Spenden. So wurde aus jedem der 41 Treffer ein Volltreffer für die gute Sache. Aus einem Fußballturnier entstand eine konkrete Unterstützung für Kinder mit und ohne Behinderung.

































