Altersgrenze erreicht: Nach 40 Jahren soll für 66-Jährigen Schluss seinSchulleiter aus Unna will weiterarbeiten – darf er aber nicht

von Antonia Schütter

Ein Schulleiter einer Grundschule aus Unna hat mit 66 Jahren das Ruhestandsalter erreicht. Er will weitermachen, darf er aber nicht. Die Bezirksregierung will ihn zum 31.01. rausschmeißen.

Bezirksregierung schickt Schulleiter in den Ruhestand

Seit 40 Jahren ist die Schule das zweite Zuhause von Matthias Landsberg. Mehr als die Hälfte davon saß er im Chefsessel der Schillerschule in Unna. Nun soll er mit 66 Jahren in den Ruhestand gehen, will er aber gar nicht. Doch die Bezirksregierung Arnsberg schickte ihn Ende dieses Monats trotzdem von der Grundschule.

Antrag wird abgelehnt

Mit 66 Jahren hat er die gesetzliche Altersgrenze erreicht. Mit einem entsprechenden Antrag könnte er in Unna weiterarbeiten. Der Lehrer stellte ihn, aber er wurde abgelehnt. Es gebe kein Bedarf. So entsteht in Unna eine Lücke: Matthias Landsberg ist einer von zwei Sportlehrern an der Grundschule. Fällt er weg, müssen wahrscheinlich Stunden gekürzt werden. Außerdem sei seine Stelle noch gar nicht ausgeschrieben, so der 66-Jährige. Bis jemand Neues tatsächlich an seinem Schreibtisch sitzt, vergehen vermutlich Monate, so die Sorge. Kein Zustand für seine Schüler. Deswegen schreiben die Eltern der Bezirksregierung und starten eine Online-Petition.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Neue Stelle an anderer Schule

Wegen seines Antrags hat der Lehrer alternativ eine Stelle als Sportlehrer an einer anderen Schule angeboten bekommen. Rund 30 Kilometer von Unna entfernt. Dort würde er dann eine Lücke stopfen, während an seinem jetzigen Arbeitsplatz eine neue entsteht. Ab Februar wird dann in Unna erst mal sein Stellvertreter seine Arbeit übernehmen. Dafür muss der aber dann wohl als Klassenlehrer kürzertreten, bis ein neuer Schulleiter da ist.

Beteiligte hoffen weiter

Bis zu seinem letzten Arbeitstag Ende Januar hoffen alle noch, dass ihr Schulleiter irgendwie doch bleiben darf. Matthias Landsberg ist auf jeden Fall dankbar für den Rückhalt und die Unterstützung. Für ihn ist aber klar: Er würde auch an einer anderen Schule unterrichten. Hauptsache, er kann weitermachen.