Gewalt im AmateurfußballSchiedsrichter-Streik nach „Jagd“ auf Unparteiischen in Velbert
Ein Angriff auf einen Schiedsrichter hat im Kreis Mettmann drastische Folgen. Nach einer Eskalation bei einem Spiel in Velbert streiken die Unparteiischen. Am Wochenende von Freitag (10.04.) bis Sonntag (12.04.) fallen Kreisliga-Partien aus.
Angriff nach Roter Karte
Bei der Partie der SSVg Velbert III gegen den FC Rot-Weiss Heiligenhaus Ende März eskalierte die Lage. Nach einer Roten Karte brach der Schiedsrichter das Spiel ab und wollte den Platz verlassen. Mehrere Spieler verfolgten ihn und griffen ihn an. Gregor Hoffmann, Vorsitzender Kreisschiedsrichterausschuss, sagt: „Dabei hat man ihn dann gestoßen, geschlagen und getreten, wo er dann auch zu Fall gekommen ist.“
Streik als Konsequenz
Die Polizei ermittelt, strafrechtliche Verfahren laufen. Die Schiedsrichter im Kreis Wuppertal/Niederberg pfeifen deshalb in den Kreisligen A, B und C nicht. Sie fordern konsequente Strafen für Täter und mehr Schutz auf den Plätzen.
DFB sieht Handlungsbedarf
Auch beim Deutschen Fußball-Bund ist das Problem bekannt. Sprecher Alex Feuerherdt sagt: „Der Schiedsrichter ist gerade im Amateurbereich oft alleine auf dem Feld und damit gewisser Weise auch schutzlos.“ Der angegriffene Schiedsrichter erhole sich derzeit, will aber weiter pfeifen.

































