Massenschlägerei in GelsenkirchenProzessauftakt in Essen: Familienstreit eskaliert

Am Montag (30.03.) begann vor dem Landgericht Essen der Prozess gegen sieben Angeklagte aus einer deutsch-türkischen Großfamilie. Den vier Männern und drei Frauen zwischen 16 und 53 Jahren werden unter anderem Totschlag, versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Fall geht auf eine brutale Massenschlägerei im September vergangenen Jahres in Gelsenkirchen zurück, bei der ein 56-Jähriger starb.

Erbstreit als Motiv?

Auslöser soll ein jahrelanger Erbstreit um ein Haus in der Türkei gewesen sein. Einer der Angeklagten soll es für sich beanspruchen, obwohl es angeblich anders geregelt war. Das Oberhaupt hat wohl Teile der Familie ausgeschlossen. Bis zu 30 Personen gingen im September 2025 aufeinander los – mit Baseballschlägern und Messern. Laut Staatsanwaltschaft lauerten die Täter dem 56-jährigen Opfer und seiner Frau vor ihrer Wohnung in Gelsenkirchen auf.

Stich ins Herz

Ein Angeklagter soll dem Opfer ins Herz gestochen haben, woran es starb. Bei einer Verurteilung müssen die erwachsenen Angeklagten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Der 16-Jährige mit bis zu 10 Jahren. Zu den Vorwürfen äußerte sich am Montag (30.03.) niemand. Ein Urteil soll im Juni fallen.