„Housing First meets MAGS“Obdachlose kochen im Ministerium – Projekt für den Weg zurück ins Arbeitsleben
In Düsseldorf hieß es am Dienstag (14.04.): Kochen für Ka-Jo. Ehemalige Obdachlose haben bei einem Sozialprojekt im Ministerium gekocht. Mit dabei: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).
Kochen als Chance für einen Neuanfang
In der Kantine des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums hat am Dienstag (14.04.) ein besonderes Projekt stattgefunden, das weit über das Kochen hinausgeht. Unter dem Motto „Housing First meets MAGS“ wurde dort zusammen mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gearbeitet. Er machte sich persönlich ein Bild von der Initiative. Ehemalige Obdachlose standen in der Küche und bereiteten Gerichte für die Mitarbeitenden des Ministeriums zu. Einer von ihnen: Rüdiger Wasser. Er lebt seit 22 Jahre auf der Straße und hatte lange Zeit mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Mittlerweile nutzt er die neue Struktur in seinem Alltag als Stabilitätsanker und konzentriert sich darauf, sich selbst zu schützen und Schritt für Schritt in ein geregeltes Leben zurückzufinden.
Unterstützung durch Gastronomie und Sozialarbeit
Das Projekt wird von Sterneköchin Agata Reul begleitet, deren Restaurant „Agata’s“ zu den angesehensten kulinarischen Adressen in Düsseldorf zählt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Kochen, sondern auch der offene Austausch innerhalb der Gruppe. Die Teilnehmer sprechen über persönliche Herausforderungen und Erfahrungen, was eine wichtige Grundlage für den gemeinsamen Fortschritt bildet. Organisiert und geleitet wird das Projekt von Dennis Nikolay, einem ausgebildeten Koch und Sozialarbeiter. Sein Ansatz zielt darauf ab, die ehemaligen Obdachlosen an die Abläufe eines professionellen Küchenbetriebs heranzuführen und ihnen so den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.
Integration durch Arbeit und Perspektive
Das Projekt findet an zwei Tagen in der Woche statt und wird durch Spenden finanziert. Es verbindet praktische Qualifizierung mit sozialer Integration und schafft konkrete Perspektiven für die Teilnehmer. Für das Ministerium stellt die Initiative eine funktionierende Nutzung der Kantineninfrastruktur dar, während gleichzeitig Menschen wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Auch Rüdiger Wasser verfolgt das klare Ziel, seine Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen. Die Teilnahme am Projekt bietet ihm die Möglichkeit, neue Stabilität zu gewinnen und langfristig wieder Teil des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens zu werden.

































