Aktion in WuppertalNRW-Wirtschaft in Not: Arbeitgeber stehen in Wupper
In Wuppertal haben Unternehmen am Montag (22.12.) auf ihre wirtschaftliche Notlage aufmerksam gemacht. Sie warnen, dass ohne Hilfe Teile der Industrie „über die Wupper“, also in die Insolvenz gehen. Um ein Zeichen zu setzen, haben sich Unternehmer in die Wupper gestellt.
25 Unternehmer setzen Zeichen in Wupper
Das Wasser steht den Unternehmern zwar noch nicht bis zum Hals, aber die Sorge ist spürbar. Auch bei Andreas Groß. Er ist Geschäftsführer der Berger Gruppe in Wuppertal, ein spezialisiertes Maschinenbau- und Technologieunternehmen. Derzeit ist die Auftragslage noch gut. Das Unternehmen exportiert allerdings zu 90 Prozent ins Ausland, 40 Prozent davon in die USA. Die Sorge vor hohen Zöllen und günstiger Konkurrenz aus China ist groß. Wohin die Reise geht, weiß Andreas Groß nicht. Er ist mit der Unsicherheit nicht allein. Insgesamt 26 Unternehmer aus dem Bergischen Städtedreieck haben bei der Aktion mitgemacht. Sie stellten sich in den Fluss – in der Hoffnung, nicht über die Wupper, also pleite zu gehen.
Umsatz der NRW-Industrie ging zurück
Denn die Wirtschaft in NRW steht unter Druck: In den ersten neun Monaten des Jahres ging der Umsatz der NRW-Industrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent zurück. So das Statistische Landesamt. Die Produktionszahlen schwankten, blieben insgesamt aber unter dem Vorjahresniveau. Gründe sind zum einen hohe Kosten und günstigere Mitbewerber im Ausland. Das kostet am Ende Arbeitsplätze. Die Unternehmer fordern unter anderem weniger Bürokratie, mehr Rücksicht auf kleinere Unternehmen und einen niedrigeren Strompreis.


































