Streit um Einweg-VapesNRW will E-Zigaretten für Jugendliche stoppen
Sie leuchten bunt, schmecken süß und wirken harmlos – doch genau das macht E-Zigaretten für Kinder und Jugendliche so gefährlich. Deshalb wollen CDU und Grüne in NRW strengere Regeln für sogenannte Vapes durchsetzen. Der Landtag hat am Freitag (09.05.) über entsprechende Maßnahmen abgestimmt.
Sorge um Kinder und Jugendliche
Besonders junge Menschen greifen immer häufiger zu den E-Zigaretten. Nach Schätzungen der WHO hat fast jedes vierte Schulkind in Deutschland schon einmal gevaped. Die gesundheitspolitische Sprecherin der NRW-Grünen, Meral Thoms, warnt davor, dass die Produkte gezielt attraktiv für Jugendliche gemacht würden – mit bunten Farben, süßen Geschmacksrichtungen und Werbung über soziale Netzwerke. Außerdem kritisieren CDU und Grüne, dass die Geräte trotz Altersgrenze im Internet oft leicht erhältlich seien.
Ärzte warnen vor Folgen
Hausarzt Dr. Oliver Funken aus Rheinbach sieht vor allem gesundheitliche Risiken. Besonders die Lunge junger Menschen könne dauerhaft geschädigt werden. Auch das Gehirn sei erst mit etwa 25 Jahren vollständig entwickelt, wodurch Jugendliche schneller abhängig werden könnten. Neben den Gesundheitsrisiken geht es auch um Umweltprobleme: In vielen Einweg-Vapes stecken Akkus, die oft falsch entsorgt werden und manchmal sogar Brände auslösen.
FDP gegen Verbote
Kritik kommt von FDP und AfD. Die gesundheitspolitische Sprecherin der NRW-FDP, Susanne Schneider, hält neue Verbote für den falschen Weg. Stattdessen brauche es mehr Aufklärung und Information. CDU, Grüne und SPD stimmten dem Antrag trotzdem zu. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kündigte an, dass sich die Landesregierung nun auch auf Bundesebene für strengere Regeln einsetzen werde.

































