Ordensschwester am VerkaufstresenNonne arbeitet in Büdchen in Gelsenkirchen – zwischen Zigaretten und gemischter Tüte

Zigaretten, Bier, Süßigkeiten – und eine Ordensschwester hinter der Theke. In der „WerkBude“ in Gelsenkirchen-Hassel gehört das einmal in der Woche zum Alltag. Seit Dezember 2025 betreibt die Kirchengemeinde St. Urbanus den Kiosk und will damit näher an die Menschen im Stadtteil rücken.

Ordensschwester verkauft Zigaretten und Süßigkeiten

Vier Stunden pro Woche arbeitet Ordensschwester Birgit Baier ehrenamtlich in der „WerkBude“. Manche Kunden bemerken zunächst gar nicht, wer sie bedient. Andere reagieren überrascht: „Oh, eine Nonne, sind Sie echt?“ Ihre Antwort: „Ja, ich bin durchaus echt.“

Kirche will Menschen im Stadtteil erreichen

Die Idee entstand, als der Kiosk im vergangenen Jahr zum Verkauf stand. Die Kirchengemeinde sah darin die Chance, auch Menschen zu erreichen, die nicht zu ihren Angeboten in der Kirche kommen. Neben Birgit Baier arbeiten fünf Minijobber in der „WerkBude“.

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„WerkBude“ beim Tag der Trinkhallen dabei

Bei den Stammkunden kommt das ungewöhnliche Konzept an. „Mir ist egal, wer hier hinter der Theke steht. Hauptsache, man ist freundlich“, sagt Stammkunde Ralf Karrasch. Am Samstag (29.08.) ist die „WerkBude“ außerdem beim Tag der Trinkhallen dabei, bei dem die Büdchen-Kultur des Ruhrgebiets gefeiert wird.