Routen abgesagt, Wirtschaft leidet – was nun?Niedrigwasser-Gipfel: Wie weiter mit dem Rekordtiefstand im Rhein?
Im Rhein herrscht ziemliche Ebbe. Der Pegel ist historisch tief. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat deswegen in Bonn zu einem Krisentreffen eingeladen. Zeitgleich beraten die Verkehrsminister der Länder in einer Sonderkonferenz über Maßnahmen.
Rhein hat historisch wenig Wasser
In Köln fahren noch einige Schiffe. Viele Strecken sind aber gestrichen. Der Pegel im Rhein ist rekordverdächtig niedrig. Danilo Schulz steuert Panoramafahrten. In 32 Jahren hat er noch nie so einen niedrigen Wasserstand gesehen. Die Fahrten der MS RheinVision am Donnerstagmittag (06.08.) konnten aber noch stattfinden - wenn auch mit einer etwas anderen Route.
Wirtschaft leidet unter Niedrigwasser
Schiffe können deutlich weniger Ladung durch das Niedrigwasser transportieren. Deshalb müssen sie häufiger fahren. Das treibt die Kosten in die Höhe. Robert Lamers hat deshalb Einbußen. Sein Unternehmen verarbeitet Getreide zu Haferflocken in Düsseldorf. Für den Einzelhandel im In- und Ausland. Die Rohstoffe dafür bekommt er per Seeweg.
Gipfeltreffen in Bonn
Das Niedrigwasser war am Donnerstag (06.08.) in Bonn Thema beim sogenannten Niedrigwasser-Gipfel. Mit dabei waren Vertreter der Industrie- und Logistikbranche sowie Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Es ging darum, die Wasserstraßen widerstandsfähiger zu machen. Bilger erklärt: „Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir können dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft besser durch diese schwierigen Wochen kommt. Deshalb werden wir jetzt dort nachsteuern, wo es notwendig ist. Wenn Transporte kurzfristig auf die Straße verlagert werden müssen, werden wir mit den Ländern darüber sprechen, dass wir Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für besonders betroffene Güter vornehmen. Ich habe bereits mit mehreren Verkehrsministern der Länder darüber gesprochen und große Bereitschaft dazu erkennen können. Das gleiche gilt auch für notwendige Schwertransporte, die auf die Straße verlagert werden müssen, um diese schneller zu genehmigen” Für Pendler und Urlauber heißt das vermutlich: noch mehr Staus. Wenn Güter auf die Straße ausweichen müssen, wird es voller und auch dort hat der Bundesverkehrsminister Baustellen genug.



