Beute könnte noch viel höher seinMillionencoup in Gelsenkirchen – Opfer nehmen sich nach Diebstahl einen Anwalt

von Annalena Kirsten und Martin Breunig

Nach dem Sparkassen-Coup in Gelsenkirchen meldet sich jetzt ein Anwalt, der mehrere betroffene Kunden vertritt. Der Jurist macht der Bank schwere Vorwürfe und sagt: der Schaden ist wahrscheinlich viel höher als bisher angenommen.

Bis zu 300 Millionen Euro Beute möglich

Wieviel Geld hinter den Schließfächern wirklich schlummerte, wissen wohl nur die Besitzer selbst. Bei dem Einbruch in die Sparkasse in Gelsenkirchen brachen die Diebe mehr als 3.000 Schließfächer auf. Als zwei Tage später der Einbruch bekannt wurde, wurde über eine Beute von 30 Millionen Euro gesprochen, dann war von 100 Millionen die Rede. Rechtsanwalt Burkhard Benecken, vertritt einige der Opfer aus Gelsenkirchen. Er geht von bis zu 300 Millionen Euro Beute aus.

Schließfächer nur bis 10.300 Euro versichert

Der große Teil der Schließfächer ist nur mit 10.300 Euro versichert. Eine Zusatzversicherung haben die wenigsten abgeschlossen. Die Opfer des Einbruchs müssen jetzt nachweisen, wieviel Geld oder Wertgegenstände sie in der Bank gelagert hatten.

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Trittbrettfahrer geben sich als Bankmitarbeiter aus

Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, gibt es die ersten Trittbrettfahrer. Die Polizei warnt aktuell vor Telefonbetrüger. Diese nutzen die Verunsicherung vor allem von älteren Menschen aus. Sie geben sich als Polizist oder Bankmitarbeiter aus und Fragen nach Wertgegenständen.

Noch immer keine Spur

Noch gibt es keine Spur zu den Einbrechern, die Ermittler gehen mehreren Hinweisen nach. Wie hoch der Schaden am Ende tatsächlich ist und wieviel davon von der Sparkasse oder den Versicherungen ersetzt werden muss, steht noch nicht fest.