Wenn die Hitze krank machtMehr Schutz vor Hitze? Landtag streitet über Konsequenzen

von Vanessa Brodka

NRW schwitzt! An vielen Tagen im Sommer steigen die Temperaturen auf mehr als 30 Grad. Einige Städte haben bereits reagiert: In Köln konnten sich Menschen zum Beispiel in zwei klimatisierten Messehallen abkühlen. Nach mehreren Todesfällen in Krankenhäusern war der Hitzeschutz am Mittwoch (15.07.) auch Thema im Landtag.

Älteren Menschen macht Hitze zu schaffen

Die Bewohner und Mitarbeiter eines Seniorenheims in Hilden versuchen, mit der Hitze zurechtzukommen. Besonders die Tage im Juni mit Temperaturen von mehr als 40 Grad hätten vielen Bewohnern stark zugesetzt, sagt Gerda Schröder. Viel trinken und Ventilatoren helfen, die Belastung etwas zu lindern. Einige Räume verfügen zudem über eine Klimaanlage. Trotzdem seien die heißen Tage eine enorme Belastung gewesen – auch für die Mitarbeiter, sagt Einrichtungsleiterin Ilka Marschaleck.

Im Video NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zum Hitzeschutz

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Fraktionen streiten über Hitzeschutz

Die NRW-SPD fordert in einem Eilantrag, Hitzeschutz zur Chefsache zu machen. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) solle sich stärker darum kümmern. Der SPD-Fraktionsvorsitzende verweist auf mehr als 1.200 Hitzetote in NRW. Ob diese Todesfälle tatsächlich auf die hohen Temperaturen zurückzuführen sind, stellt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD, Martin Vincentz, infrage. Der Landesvorsitzende kritisiert zudem die hohen Energiepreise. Dadurch seien Klimaanlagen für viele unbezahlbar – auch für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen .Die AfD fordert deshalb ein landesweites Investitionsprogramm für den Hitzeschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Dafür fand sich jedoch keine Mehrheit. Auch der Eilantrag der SPD scheiterte. Für den gesundheitspolitischen Sprecher der CDU, Marco Schmitz, sind beide Anträge Wahlkampfgetöse. Die Landesregierung handle bereits, etwa mit sogenannten Hitzeaktionsplänen. Über weitere Maßnahmen soll nun im Ausschuss beraten werden. Darin sind sich alle Fraktionen einig.