Nachrichten online konsumierenMehr Regeln für Social-Media-Plattformen? Diskussion beim Empfang der Landesanstalt für Medien NRW
Am Donnerstagabend (28.05.) ging es bei einer Veranstaltung in Düsseldorf um Online-News. Wie verändern sich klassische Medien, etwa Fernsehen und Radio? Darüber haben Politiker und Medienmacher diskutiert.
Wettbewerbsverzerrung durch Regulierung?
Die einen kommen wegen der Gespräche, Getränke und Musik, andere wegen der guten Presse. Am Donnerstagabend (28.05.) haben sich Politiker, Journalisten und Unternehmer in Düsseldorf bei der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) getroffen. Sie schaut genau hin, wer veröffentlicht was, wo und wie. Und ob Journalisten die Regeln einhalten - zum Beispiel sorgfältig recherchieren und den Jugendschutz beachten. Für viele Onlineplattformen gilt das bislang nicht. Tobias Schmid, der Direktor der LfM sieht das problematisch, denn dadurch entsteht eine Schieflage im Markt. „Über die Hälfte der Werbeeinnahmen landen inzwischen bei großen Plattformen. Die dürfen natürlich Geld verdienen. Aber der kritische Teil ist: Die reinvestieren ja nicht, vor allen Dingen nicht in Journalismus. Im Gegensatz zu den Medienunternehmen am Standort Deutschland, wie zum Beispiel RTL. Das müssen wir in Ordnung bringen“, erklärt Tobias Schmid. Auch für die Wirtschaft in NRW ist das wichtig. Rund 27.000 Unternehmen gehören in Nordrhein-Westfalen zur Medienbranche.
RTL WEST auf Social Media
Auch RTL WEST berichtet auf Social Media und seiner Internetseite. Dort gelten für RTL WEST - genauso wie für Fernsehbeiträge - die Leitsätze: „Zeigen was ist“ und „Der Aufklärung verpflichtet“. Wichtig dabei: Verschiedene Ansichten zu Wort kommen lassen, damit Zuschauer sich ihre eigene Meinung bilden können. RTL WEST Chef Jörg Zajonc ist stolz auch im Netz so erfolgreich zu sein. Dort hat RTL WEST zwischen Anfang des Jahres und Mitte Mai mit Beiträgen schon mehr als eine Milliarde Aufrufe generieren können.
Mehr Freiheiten für Fernsehen?
RTL WEST gehört zu RTL Deutschland. Auch der Privatsender muss sich an Vorgaben halten, wie dem Jugendschutz und die Länge von Werbung, erklärt RTL Deutschland Chef Stephan Schmitter. NRW-Medienminister Nathanael Liminski (CDU) will das jetzt angehen. Zum Beispiel mit mehr Freiheiten bei der Werbung für Fernsehen und Radio. Liminski will Chancengleichheit für Online-Medien und klassische Medien. Helfen soll dabei auch eine Digitalabgabe, wie in Österreich und Frankreich. Darüber wird schon länger in Berlin diskutiert. Die Rede ist von bis zu zehn Prozent auf die Umsätze großer Onlineplattformen. Die Einnahmen sollen in den Journalismus hier im Land fließen. Ralf Witzel von der NRW-FDP sieht das aber auch kritisch, denn wohin fließt das Geld? Wer bestimmt, welche Medien „gut“ oder „schlecht“ sind und das Geld bekommen? Darüber wurde am Donnerstagabend (28.05.) unter anderem diskutiert: bei Getränken, Musik - und mittendrin die Presse. Darunter RTL WEST: „Aktuell. Regional. Relevant.“

































