Hintergrund sind Hitze und TrockenheitKurze Pommes – kleine Kartoffeln sorgen für Ärger in Frittenbuden
Viele Pommes fallen dieses Jahr kürzer aus. Grund dafür waren Hitze und Trockenheit im Sommer. Die geernteten Kartoffeln sind kleiner. Zum Ärger der Frittenbuden-Besitzer.
Hier wachsen quasi die Pommes aus dem Boden
Franz Josef Siegers ist Landwirt in Wegberg (Kreis Heinsberg). Auf seinem Feld wachsen Kartoffeln. Diese verarbeitet er später zu Pommes. Dafür werden die Erdäpfel geerntet, geschnitten und vorfrittiert. Dann landen sie in den Tiefkühltruhen von Supermärkten. Doch jetzt steht Siegers vor einem Problem: Seine Kartoffeln fallen in diesem Jahr deutlich kleiner aus. Nur gilt das Motto: je kleiner, desto weniger Gewinn. Teile seiner Kartoffeln hat er bewässert, dadurch sind sie groß genug für unsere perfekte Pommes.
„Wir müssen damit arbeiten“
Auch für Igor Blazevic gilt: Manchmal kommt es eben doch auf die Länge an. Er ist Inhaber eines Pommes-Ladens in Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis). In den vergangenen Monaten hatte er wegen der kleinen Kartoffeln oft Fritten-Frust. Grund: kleine Kartoffeln: „Wir haben einfach das Problem, dass wir teilweise mit vielen kleineren Pommes arbeiten. Die Kunden sind gewohnt, eine schöne lange Pommes zu haben. Das ist das, was die meisten möchten. Aber es ist ein Naturprodukt und wir sind davon genauso abhängig wie viele andere und müssen damit dann arbeiten.“
Fast 30 Prozent weniger als 2025?
Hintergrund der kleinen Kartoffeln sind Hitze und Trockenheit des Sommers. Sie taten den Pflanzen nicht gut. Dieses Jahr werden in NRW rund 1,8 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, so eine Schätzung des Statistischen Landesamts. Das wären fast 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Der niedrigste Wert seit 2018.

































