Kind treibend in Fluss entdecktJunge (†3) stirbt nach Kita-Ausflug in Siegen

von Klaus Felder und Emily Massenberg

Blumen und Kerzen am Ufer der Sieg. Große Trauer und Anteilnahme. Am Dienstag (17.03.) stürzte der dreijährige Zef bei einem Kita-Ausflug in den Fluss. Sechs Tage lang hofften Familie, Freunde und Einsatzkräfte auf ein Wunder – am Montag (23.03) starb der Junge im Krankenhaus.

Suche, Rettung und Ermittlungen

Am Dienstag (17.03.) spielte der Junge gemeinsam mit seiner Kita-Gruppe am Ufer der Sieg. Insgesamt 46 Kinder waren mit acht Betreuern unterwegs, so das Deutsche Rote Kreuz. Damit waren mehr Aufsichtspersonen dabei als vorgeschrieben. Trotzdem kam es zum Unglück: Plötzlich fiel auf, dass ein Kind fehlte. Sofort begann die Suche, kurze Zeit später wurde der Junge treibend im Fluss entdeckt. Er wurde aus dem Wasser gezogen und noch vor Ort von Rettungskräften reanimiert sowie anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Seitdem wurde der Junge dort behandelt und kämpfte um sein Leben.

Spendenaktion für Familie von Zef (†3)

Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Unfall aus. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an - eng begleitet von der Staatsanwaltschaft Siegen. Die Kita bleibt diese Woche vorerst geschlossen. Auf der Spendenplattform GoFundMe wird nun Geld für die Familie gesammelt: „Sein Verlust ist unermesslich – für seine Eltern und alle, die ihn kannten und liebten“, heißt es auf der Seite. Kinder, Eltern und Mitarbeiter der Kita würden in dieser Zeit weiter intensiv begleitet. Dazu gehörten unter anderem Notfallseelsorge sowie fachliche Unterstützung durch entsprechend qualifizierte Stellen.