Wegen zunehmender GewaltIm Kampf gegen Jugendkriminalität - Neues „Haus des Jugendrechts“ eröffnet in Bielefeld
Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe alle unter einem Dach. So wird in Bielefeld gearbeitet, wenn es um kriminelle Jugendliche geht.
Alle Institutionen in einem Haus
Durch die Nähe zu den anderen Behörden, könne man sich besser austauschen. „Man sitzt auf einem Flur zusammen. Man kann spontane Fallkonferenzen machen, man kann sich ständig untereinander austauschen und das stärkt und verbessert die Arbeit aller drei Institutionen“, so NRW-Justizminister Benjamin Limbach. Grund für die Zusammenführung sind die Zahlen von Gewalttaten bei unter einundzwanzigjährigen. Die sind auch im vergangenen Jahr wieder gestiegen.
Zweite Chancen und Perspektiven
Anders als bei Erwachsenen gibt es im Jugendstrafrecht noch andere Möglichkeiten außer Geld oder Freiheitsstrafen. Auch erzieherische Maßnahmen kommen in manchen Fällen in Frage. Dafür ist es wichtig, dass alle Institutionen schnell auf dem gleichen Stand sind. Bevor die Heranwachsenden abdriften. Bei vielen Jugendlichen kommt der Hang zur Kriminalität nur phasenweise auf. Gerade dann sei es wichtig, sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen, so der stellvertretende Bielefelder Polizeipräsident.
Neun Häuser in NRW
Was das Ganze genau kostet, verrät niemand. Da alle beteiligten Institutionen sowieso existieren und nur in neue Büros ziehen, seien die Kosten nicht allzu hoch, so die Verantwortlichen. Nach Städten wie zum Beispiel Essen oder Köln ist das Bielefelder Haus des Jugendrechts, das achte seiner Art in NRW. Das nächste Haus des Jugendrechts soll in Duisburg entstehen. Wann ist aber noch unklar.































































