„Locker vom Hocker zum Land“Henning Höne (FDP) im RTL WEST Sommerinterview – Gespräch mit dem NRW- Parteivorsitzenden
Im Bundestag ist die FDP nicht mehr vertreten, in Sachsen-Anhalt flog sie zuletzt aus dem Landtag und auch in NRW kämpft die Partei um ihre Zukunft. Im RTL WEST Sommerinterview spricht Landeschef Henning Höne über schlechte Umfragewerte, Wolfgang Kubicki und den Umgang mit der AfD. Auch bei der Migrationspolitik findet er deutliche Worte.
FDP kämpft um Rückkehr
Für die FDP geht es um viel. Im kommenden Jahr wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Henning Höne will seine Partei wieder über die Fünf-Prozent-Hürde führen. Mit einem Wert von fünf Prozent wäre der Landeschef allerdings nicht zufrieden. „Da geht noch mehr“, sagt Höne im Sommerinterview. Um verlorene Wähler zurückzugewinnen, brauche die FDP vor allem ein „klares Profil und harte Arbeit“. Es gehe darum, wieder Vertrauen aufzubauen. Höne fordert zugleich einen schlankeren Staat. Dieser sei aus seiner Sicht „immer fetter und immer größer und immer teurer geworden“. Die FDP wolle stattdessen wieder die Menschen stärker in den Mittelpunkt stellen.
„In Teilen sicherlich“ – Höne über die AfD
Auch die AfD ist Thema des Sommerinterviews. Auf die Frage, ob er die Partei für gefährlich halte, antwortet Höne: „In Teilen sicherlich ja.“ Das begründet er sowohl mit Inhalten als auch mit Personen innerhalb der Partei. Als Beispiel verweist der FDP-Politiker auf Sachsen-Anhalt. Dort kritisiert er Kandidaten mit Vorstrafen beziehungsweise einer Vergangenheit bei der Staatssicherheit der DDR. Für Höne sei das „kein seriöses und echtes Angebot“. Statt allein mit Empörung auf die AfD zu reagieren, setzt er nach eigenen Angaben auf die politische Auseinandersetzung.
Höne fordert Abschiebungen nach Straftaten
Deutliche Worte findet Höne auch mit Blick auf die sogenannte „Coesfelder Liste“. Dabei geht es um ausreisepflichtige Menschen, von denen ein Teil mutmaßlich mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Höne kritisiert, dass Menschen trotz Straftaten in ein Bleiberechtsprogramm der Stadt Köln aufgenommen worden seien. „Wer hier straffällig geworden ist, der hat sein Recht verwirkt, hier weiterhin Gast zu sein“, sagt der FDP-Landeschef. Seine Forderung formuliert er unmissverständlich: „Wer straffällig geworden ist, gehört nicht ins Bleiberechtsprogramm, sondern gehört auf die Abschiebeliste und ins Flugzeug.“

































